Review

Ein als Chirurg verkleideter Killer schleicht sich auf eine Pyjama-Party und lässt einen nach dem bzw. ein nach der anderen über die Klinge seines Skalpells springen.

Manche Filme sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind, aber dieser Film ist so schlecht, dass er schlecht ist.
Die Geschichte ist absolut belanglos und oben bereits mehr als ausführlich beschrieben worden. Darüber können auch solche Pseudoüberraschungen, wie das zwischenzeitliche Auftauchen des Klassenklugen, der ebenfalls ein mörderisches Interesse an der Party hat, aber zügig vom wahren Killer gekillt wird und das blöde " 'Oh, ich habe alles nur geträumt' und dann passierts doch so ähnlich" nicht hinwegtäuschen.
Zudem erhalten die Figuren keine erkennbare Charakterisierung, so dass man sie eigentlich nur anhand ihres Geschlechts und der Haarfarbe unterscheiden kann. Sie reden viel lückenfüllenden Unsinn, der bei uns zudem noch von äußerst mäßigen Sprechern synchronisiert wurde und es macht nicht mal Spaß zu zu spekulieren, wie und wann der Nächste unter die Klinge kommt, denn das Prozedere ist stets das Selbe. Der Killer kommt ins Bild, zeigt sein Skalpell in die Kamera, wenn er nicht "überraschend" von Hinten kommt und führt einen Kehlenschnitt durch. Die Umsetzung dieser Kehlenschnitte ist lausig ausgefallen, denn natürlich wurde hier mit einem rote Farbe versprühenden Skalpellimitat gearbeitet, was im Grund ja nicht zu bemängeln ist, nur sollte man schon darauf achten, dass die Flüssigkeit passend zum geführten Schnitt verläuft und nicht entweder zu spät oder an der falschen Stelle austritt, was hier beides der Fall ist.
Athmosphäre sucht man in diesem Film vergebens. Zum einen kommt keine Partystimmung auf, denn die Feier, die die Protagonisten hier zelebrieren, könnte mauer nicht sein, da weder dem Alkohol gefröhnt wird noch die Mädels zeigen, was sie unter ihren Pyjamas verbergen und zum anderen kommt zu keiner Zeit Spannung auf, da einem das Schicksal der Agierenden völlig egal bleibt. Die Musik weist zwar einiges an spannungsförderndem Potential auf, nutzt sich aber ziemlich zügig ab, da sie wenig Variationen aufzuweisen hat.
Auch die sonstige Umsetzung, also Kameraführung, Beleuchtung und vor allem die Darsteller, kann nicht überzeugen, wobei es sich hier zwar um eine Amateurproduktion handelt, bei der man gerne mal ein Auge zudrückt, wenn wenigstens eine gute Geschichte erzählt wird, aber da das bei diesem Film nicht der Fall ist, drücke ich nichts zu.

Insgesamt ein belangloses und langweiliges Stück ohne Unterhaltungswert.

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