„The Last Slumber Party“ ist das Machwerk eines Filmterrorristen mit Namen Stephen Tyler, ein auf Zelluloid gebannter Film Holocaust, sozusagen ein Filmattentat eines Wahnsinnigen.
Drei absolute Weichbirnen des weiblichen Geschlechts wollen zur Ehre des letzten Schultages eine Pyjamaparty veranstalten. Nur sie und drei ebenfalls bekloppte Jungs. Leider funkt, neben den Eltern, auch noch ein Psycho dazwischen und schlitzt sich via Skalpell durch die Meute. Wer wird den Schwachsinn bloß überleben?
Von der Handlung ganz klar als Tennieslasher zu identifizieren, kann und darf dieses Machwerk wirklich niemandem zugänglich gemacht werden. So einen Müll habe ich selten bis nie genießen dürfen. Selbst Trash Liebhaber haben an diesem Machwerk ganz schön was zu kauen. Da wirklich alles von Anfang bis Ende katastrophale Dimensionen annimmt, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll.
Die Schauspieler sind durch die Bank weg mies, ebenfalls die Kulissen, das Licht, der Schnitt und die Score. Vor allem letztere sorgt für übles Ohrenbluten, wenn einfach nur wahllos und ohne Gespür für Spannung oder Dramatik die Tasten des Synthesizers gedrückt werden. Positiv fällt da nur der hier und da auftretende Heavy Metal Soundtrack auf (war damals mächtig in).
Mal davon abgesehen, dass wirklich alles als Frechheit anzusehen ist, gehen auch die Morde überhaupt nicht. Billig bis zum Abwinken wird immer und immer wieder der gleiche Effekt aus dem Schminkkoffer gezückt. Erschwerend hinzu kommt noch die Tatsache, dass den gesamten Film über keine Spannung oder auch nur ansatzweise Interesse für den ganzen Schwachsinn aufkommt. Der beste Freund während des Films ist nur die Uhr und/oder Bier.
Und auch wenn der ganze Film Schrott³ ist, darf wenigstens schön auf die Schenkel geklopft werden. Einige ganz besondere Perlen des Unsinns möchte ich hier noch kurz aufführen.
Einen Narren habe ich an der Tussi mit der rotblonden Mähne gefressen. Sie hat die geilsten Szenen. Läuft selbst mit weit über 16 Jahren im Pyjama auf ner Party rum und beschwert sich andauernd, dass ihr die Jungs zu kindisch sind. Klingt logisch. Den Intelligenzpreis gibt es aber für die Szene, als sie draußen ihren Macker sucht und beim erneuten Betreten des Hauses von ihrer abgestochenen Freundin (von innen kommend) begrüßt wird. Was also machen in einer solchen Situation? Rausrennen und Hilfe holen oder reingehen, Tür verschließen, aus dem Fenster gucken obwohl der Killer nur im Haus sein kann und ein kaputtes Telefon suchen? Natürlich wurde Alternative zwei gewählt. Auch geil ist die Tussi, die das Skalpell ihres Vaters mal ebenso aus dem Fenster pfeffert. Kostet ja nix und ungefährlich ist es auch.
Das ließe sich noch stundenlang weiterführen, da einfach der komplette Film als Katastrophe zu sehen ist. Reduziert man den Film nur auf diese Klopfer, machen diese Teile in der Gruppe sogar richtig Laune. Also Fernbedienung in die Hand und zu den geilen Szenen gespult (wenn man weiß wo sie sind ;-)).
Fazit: Selbst Allesseher mit Hang zum Filmmasochismus geraten bei diesem Film an ihre Grenzen. Noch nicht einmal als Trashfilm zu genießen, sondern einfach nur doof.