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Ladies und Gentleman, hier kommt ein neuer Anwärter auf den Titel des miesesten Slashers der Horrorfilmgeschichte. The Last Slumber Party ist in allen Belangen unterirdisch und dürfte nicht mal den hartgesottensten Bethmann-Schnaas-Taubert-Allesguckern irgendwie gefallen.

Drei Mädels wollen zum Auftakt der Ferien eine Pyjama-Party veranstalten. Blöderweise gesellt sich ein frisch entflohener, irrer Psychopath dazu und schlitzt einem nach dem anderen die Kehle auf...
Das wars dann auch schon, was die Story angeht. Fraglich bleibt, ob wirklich ein Drehbuch zu diesem Scheiss existiert hat, oder ob das Ganze nicht doch eher von Szene zu Szene improvisiert wurde. Es gibt Anschlussfehler ohne Ende, Szenen die überhaupt nicht in den Kontext des Films passen, die Pyjama-Party ist derart jämmerlich, dass der Tod eigentlich einer Erlösung gleichkommen müsste, auch bleibt völlig offen wie der Killer aus der Klinik entkommen konnte, ebenso sein Motiv und warum er dann ausgerechnet das Haus der Mädchen aufsucht.....

Insgesamt bewegt sich die Inszenierung auf einem Niveau unterhalb der Grasnarbe. Die Darsteller hat Regisseur Tyler wohl einfach aus dem Verwandten- und Freundeskreis rekrutiert und gesagt macht mal, das wird schon irgendwie. Mit dem schauspielerischen Talent von Knäckebrot stolpern die Mimen dabei durch die 70 Minuten Laufzeit, geben erbärmliche Dialoge von sich und sorgen für Qualen beim Zuschauer. Da wird keine Miene verzogen wenn der Freund aufgeschlitzt im Wascheschrank hängt, oder der Irre mit blitzendem Skalpell vor einem steht.
Grottig auch die Ausleuchtung der Sets, der miese Score und eine Kamaraführung, die bei manchem Hochzeitsvideo besser gelungen ist.
Die Krönung des Unvermögens ist aber mit weitem Abstand der Schnitt. Selten derart stümperhaftes gesehen. Wär hier am Werke war, der sollte sich zur Strafe bis an sein Lebensende auf Dauerrotation anschauen müssen, was er da verbrochen hat. Immer wieder Bild und Tonsprünge und Szenenwechsel die so gar nicht gelingen wollen und das permanente Kopfschütteln nur verstärken.

Bleiben noch die für einen Slasher elementaren Kill-Scenes. Aber auch hier passt sich der Streifen dem Niveau des Rests an. Der Bodycount ist noch ganz in Ordnung. Dumm nur, dass nahezu jeder Mord  gleich aussieht. Von Abwechselung keine Spur. Fast immer wird dem Opfer von hinten die Kehle durchgeschnitten und man sieht dabei deutlich, wie das Blut aus dem Skalpell läuft. Da hat sogar Zombie '90: Extreme Pestilence bessere Effekte.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch noch die deutsche Synchro. Ich weiss nicht ob ASTRO oder CMV dafür verantwortlich ist, aber was da zwischen Minute 40 und 50 passiert verdient eine Auszeichnung. Erst ist in den Nachrichten von Puff Daddy die Rede und kurze Zeit später hängt eine der Miezen am Telefon und fragt den Anrufer, ob er denn glaube das sie Britney Spears sei. In einem Film dem man deutllich ansieht, dass er aus den 80ern ist und wo im Zimmer überall Beatles und Muppets Poster hängen, ist das wirklich ganz großer Sport.

Unter dem Strich bleibt Amateur-Rotz aus Amiland den kein Mensch braucht, außer er leidet an Schlaftsörungen oder will auch die letzte 2 Euro DVD von ASTRO im Regal stehen haben. In  allen Belangen mieser als mies und die Verschwendung kostbarer Lebenszeit. (1/10)

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