Die Schule ist aus, die Sommerferien beginnen, warum also zur Einstimmung nicht gleich mal eine flotte Schlummerparty feiern? Das denken sich auch die Freundinnen Chris (Jan Jenson), Tracy (Nancy Mayer) und Linda (Joann Whitley). Wie nicht anders zu erwarten, stoßen natürlich auch noch einige Burschen zu unseren drei (nicht übermäßig) hübschen Studentinnen. Leider entkommt am selben Tag ein gefährlicher, schizophrener Irrer (Stephen Tyler) aus der nahe gelegenen Anstalt (sein Arzt ist zufällig Lindas Vater (David Whitley), der den Verrückten mit einer Lobotomie ruhigstellen wollte), und der Geisteskranke hat nichts Besseres zu tun, als bei den Teens mal vorbeizuschauen und deren Party zu crashen. Klar, daß er sein Skalpell bei jeder sich bietenden Gelegenheit benutzt.
In der langen Geschichte von schlechten Slasher-Movies nimmt Stephen Tylers The Last Slumber Party einen Spitzenplatz ein. Das ist ein Baddie, wie er im Buche steht. Die Schauspieler-Imitatoren sind gräßlich, die Regie ist ein schlechter Witz, das Drehbuch ist lachhaft, die Musik ist eine Zumutung, und Kamera sowie Schnitt bewegen sich auf mittlerem Amateurniveau. Damit nicht genug kann man über die Figurencharakterisierung nur fassungslos den Kopf schütteln, die verunglückte Dramaturgie bestenfalls mitleidig belächeln, und über die katastrophalen Spezialeffekte sollte man sowieso gleich den Mantel des Schweigens breiten. Zu allem Überfluß sind die Tötungsvorgänge auch noch monoton bis zum Abwinken; der als Chirurg verkleidete Irre schneidet nämlich bevorzugt in zarte Kehlen. Wenn er mal zusticht oder ein Gesicht aufschlitzt ist dies das höchste an Abwechslung, was der Film zu bieten hat. Und die Opfer lassen ihre Ermordung über sich ergehen wie ein Zwergkaninchen die täglichen Streicheleinheiten im Zoo. Keiner wehrt sich, wenn der vom Regisseur desaströs gespielte Killer mit seinem präparierten, Kunstblut absondernden Skalpell langsam über Hälse fährt. Es wird nur dumm und/oder gelangweilt geglotzt.
Inszeniert wurde diese filmische Katastrophe von Stephen Tyler (nicht zu verwechseln mit dem Aerosmith-Frontmann, den man ja mit "v" schreibt), und gedreht wurde in Louisiana. Im Gegensatz zu vielen anderen Rohrkrepierern des Genres hat The Last Slumber Party einen nicht zu unterschätzenden Pluspunkt. Er ist nämlich so dermaßen lustig (unbeabsichtigt wohlgemerkt), daß selbst der abgebrühteste Bad-Movie-Aficionado bestimmt auf seine Kosten kommt. So kann man immerhin lautstark über die zur Schau gestellte Unfähigkeit sämtlicher Beteiligten dieses Debakels lachen. Seien es die wirr zusammengestellten Szenenabfolgen, die absurden Ideen, die talentlosen Mimen, die total bescheuerte Traumsequenz oder die lustlos hingebrabbelten Dialoge, das ist einfach ein Fiasko auf allen Linien. Außerdem sind die hier versammelten Figuren an Dummheit nicht mehr zu überbieten. Es ist schlichtweg nicht möglich, daß man noch blöder sein kann. Wer das bezweifelt, sollte sich The Last Slumber Party ruhig zu Gemüte führen. Aber hinterher bitte nicht jammern, man hätte ihn nicht gewarnt.