Das das Slasher- und Serienkiller-Thriller-Genre in letzter Zeit kaum noch etwas Gutes oder gar Innovatives abwirft, dürfte jedem Genre-Freak mittlerweile bekannt sein. Und somit kommt es hauptsächlich auf die Inszenierung dieser Filme an, ob sie am Ende gut sind oder nicht. Das hat sich wohl auch Fred Olen Ray (unter dem Pseudonym Ed Raymond) gedacht und seinen Thriller "Final Examination" mal mit ein paar mehr nackten Brüsten versetzt hat, als sonst im Genre üblich. Das es dem unausgegoren und wirklich öde langweiligem und stupiden Blödsinn am Ende nicht viel genutzt hat, dürfte aber kaum eine Überraschung sein.
"Final Examination" schwimmt am Bodensatz der Genre-Kost. Die Geschichte ist in zwei Sätzen erzählt: Ein Serienkiller macht, 5 Jahre nach dem Abschlussexamen, Jagd auf eine Studentenverbindung, die, am Strand von Hawaii, zu einem Fotoshooting eingeladen werden. Nun macht sich die Polizei daran, den Killer zu fassen und weitere Leichen zu vermeiden. Mehr Story kann man hier bei weitem nicht finden, eher ein Skript, das von vorne bis hinten krankt und noch weit blödsinniger und unlogischer ausgefallen ist, als die meisten Genre-Kollegen. Hier wird wirklich eine haarsträubende Dämlichkeit nach der anderen fabriziert und keiner, außer der Zuschauer, wundert sich darüber. Polizisten schlafen hier lieber mit den Tatverdächtigen, als das sie gegen sie ermitteln. Man macht sich eher sorgen über die Brüste der Kollegin, als um den mysteriösen(?) Killer. Und wenn es dann ums Aufklären des Falls geht, dann werden Fäden miteinander verknüpft die gar nicht passen wollen und alles ist, im Endeffekt, natürlich so leicht und vorhersehbar, dass selbst der dämlichste Cop noch auf die Lösung gekommen wäre. Kurzum, das Skript ist wirklich absoluter Schund.
Damit der Zuschauer aber wenigstens etwas fürs Auge bekommt, so dürfen sich die weiblichen Protagonisten hier erst einmal nackig machen, bevor sie dann getötet werden. Und zugegeben, sie sehen allesamt auch recht knackig aus. Dennoch langweilen sie einem nach kurzer Zeit bereits zu Tode, denn der Sex ist hier maximal auf FSK 16-Niveau, wenn nicht sogar FSK 12. Außer einigen hübschen Brüsten gibt es da nichts zu sehen und alles in allem fragt man sich auch die ganze Zeit über, warum man nun unbedingt dabei zusehen muss, wenn sich eine der Damen z. Bsp. minutenlang duscht, obwohl es doch sonst nichts mit der "Handlung" zu tun hat. Und irgendwann sehen die Brüste halt doch alle irgendwie gleich aus.;)
In Sachen Spannung, Atmosphäre und Gore gibt es ebenfalls nichts zu berichten. Wer der Täter ist, dürfte einem eigentlich recht schnell klar werden und wenn man ehrlich ist, interessiert es einem am Ende auch nicht, zumal das Motiv mal wieder völlig frei von jedweder Logik ist und völlig an den Haaren herbeigezogen wurde. Atmosphäre kommt, aufgrund des völlig misslungenen Scores und der drögen Ausleuchtung von max. 2-3 kurzen Nachtszenen, ebenfalls überhaupt nicht auf. Und wer wenigstens auf ein paar hübsche Gore-Szenen spekuliert hat, der wird mit einer kurzen Blutszene bereits abgespeist. Kurzum, auch Inszenatorisch ist dieses Ding eine absolute Lusche.
Und auch die Darsteller geben einem allen Grund zum verzweifeln. Zwar sehen die Damen allesamt wirklich lecker aus, vor allem wenn sie mal nichts anhaben, aber das wars dann auch schon. Von Schauspielerei hat hier wirklich noch keiner etwas gehört und wirklich wiedersehen möchte man sie allesamt auch nicht, zumindest nicht im (normalen) Film.
Fazit: Eine Thriller-Gurke der absolut miesesten Sorte. Ein völlig verblödetes und höllisch unlogisches Skript, gepaart mit einer miesen und schnarchlahmen Inszenierung, ergeben einen Film, in dem maximal die entblößten Darstellerinnen ganz kurz mal für Aufmerksamkeit sorgen können. Ansonsten aber ein ermüdender Thriller der Marke "gehts noch?", viel zu harmlos für alle die es etwas härter mögen (egal ob in Sachen Sex oder Crime) und viel zu dämlich, unlogisch und spannungsfrei, für alle die gerne mitfiebern möchten. Einfach nur ein Film, den wirklich kein Mensch braucht!
Wertung: 2,5/10 Punkte