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Da hat er mal wieder zugeschlagen, der Fred, der Olen, der Ray, seines Zeichens einer der zahllosesn Billigregisseure, was meist sowohl Talent als auch Budget betrifft. Mit final Examination will er wohl sowas ähnliches wie eine Erotikthriller inszenieren, aber sorry, herausgekommen ist eine absolute Megagurke in jeder Beziehung. Logisch das natürlich auch wieder einiges an Fremdmaterial reingeschnitten wurde, speziell alles was nach Autoverfolgung und Kompetenz aussieht ist mal wieder hemmungslos zusammengeräubert wurden, während sich die eigenen Szenen auf die Hawai Location und ein Polizeiquartier beschränken.
Die Story an sich stammt mal wieder aus der Klamottenkiste der Debilunterhaltung. Ein gemeingefährlicher Supercop (gemeingefährlich hauptsächlich für dreiste Fußgänger die sich bei Tageslicht auf den Bürgersteigen rumtreiben), wird nach Hawai zwangsversetzt um dort als besserer Hotelbulle eine Mordfall an einigen Hupfdohlen aufzuklären, die ein Serienmörder mit Beipackzettel "Final Exam failed" tot hinterläßt.
Gut, aus einer simplen Vorgabe könnten fähige Leute vielleicht noch etwas ansehnliches zusammenstricken, aber leider war von diesen fähigen Leuten beim hiesigen Dreh keiner dabei. Die Schauspieler sind schlichtweg unterirdisch und selbst Kari Wuhrer, die ja schon in Arac Attack und ähnlichen Filmen bewiesen hat das sie schauspielern kann, paß sich weitestgehend dem Nullniveau an. Wer seine Freude an debile Centerfolds hat die ihre Dialoge in einer herzerfrischenden Holzigkeit vortragen, wird hier seine helle Freude haben. Immerhin machen sich alle Mädels, außer der Wuhrer, von Körbchengröße C aufwärts brav mal nackig, aber das reicht auch nicht aus um den geneigten Voyeur bei der Stange zu halten.
Und so muß man gezwungenermaßen dem Ermittlerduo bei ihren lachhaften Aufklärungsversuchen beiwohnen, die selbst ein zwöljähriger logischer und strukturierter angehen würde. Aber der wäre wohl auch nicht so daneben, seine Polizeimarke als häßliche Halskette spazieren zu tragen.
So spult sich das Geschehen sehr sehr unaufgeregt ab, blutige oder gar spannende Kills gibts schon mal gar net, das einzige was einigermaßen noch wach hält ist das Ratespielchen, wer denn nun die Welt von diesen Lufthirnen befreit hat und selbst da zaubert der Film eine Lösung hervor, die sich vorher nie und nimmer irgendwie angekündigt hat.
Weia da hat der Freddie aber eine ziemliche Gülle produziert, von einem spannenden Thriller kann schon mal gar keine Rede sein und die dauerhafte Fleischbeschau bringt die Handlung auch nicht gerade vorwärts, sondern höchstens Freunde der silikonverarbeitenden Industrie zum sabbern. Gegen Final Examination ist jede Derrick Folge aus den 80ern ein Ausbund an Logik und Thrill.
1,5/10

 

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