Da sein Vater und König auf einer Reise nach Westen verschollen ging, macht sich Thorvald mit seiner Mannschaft auf den gleichen Weg nach Nordamerika. Dort angekommen treffen die Wikinger auf die Ureinwohner und starten eine Befreiungsaktion.
Also nicht sofort, erst mal gurkt die Truppe in nicht mal annähernd authentischen Klamotten und Helmen durch die Gegend, manche hängen in Rückblenden rum und überhaupt passiert nicht viel. Warum Thorvald so eine bescheuerte Maske trägt, warum es so viele Zeitlupen braucht und warum man römische Rüstungsteile trägt – wenn kümmert's? Die dröge Inszenierung wirkt als Sedativum, da heißt es nicht nur für manche Wikinger 'Augen zu und durch'.
Lee Majors, dessen Firma das hier auch mitproduzierte, gibt den Nordmann mit Fönfrisur und Rotzbremse und nimmt das hier leider furchtbar ernst. Auch er Rest sieht oftmals so aus, als hätte er sich verlaufen. Liegt vielleicht daran, dass die Wikingertruppe teilweise aus Mitgliedern der Tampa Bay Buccaneers bestand.
Die Ausstattung ist klischeebeladen, der Film von Charles B. Pierce kommt nie richtig aus dem Quark und schwadroniert bedeutungsschwanger eine nicht vorhandene Gravitas vor sich hin. Unterm Strich eine recht öde Gurke mit vielen angeklebten Bärten.
Wenn er wenigstens unfreiwillig komisch wäre. Aber nicht mal das bekommt „The Norseman“ hin, er ist einfach nur stinklangweilig.