So etwas wie „Knight Rider“ ist aus der Fernsehkultur der 80er nicht mehr wegzudenken, denn 90 Episoden mit Wunderauto KITT und Michael Knight hinterlassen Spuren.
Auch bei David Hasselhoff, der immer noch glaubt, mit „Looking for Freedom“ die Mauer niedergesungen zu haben. Nach seinen Alkoholeskapaden ist sich „The Hoff“ scheinbar für nichts mehr zu schade, weshalb er bei vorliegender Komödie sogar fleißig mitproduzierte.
Chris (Ken Jeong) ist ein Clubbesitzer, der neuerdings vom Pech verfolgt wird, denn sein Laden läuft nicht besonders, dann kommen üble Gerüchte hinzu und nun verlangt auch noch ein Geldeintreiber eine halbe Millionen binnen 72 Stunden. Chris bleibt nur eine Wahl: Er muss David Hasselhoff töten, um den Einsatz vom Celebrity Death Pool zu ergattern…
Selbstironie ist immer eine gute Möglichkeit, mit privaten und beruflichen Mankos umzugehen, wie es etwa Jean-Claude van Damme in „JCVD“ vollzog. Hasselhoff mimt jedoch den gnadenlosen Poser, der ein Helden-Musical plant, alle anderen Drehbücher ablehnt und wie ein eitler Gockel von einer zur nächsten Szene stolziert. Einzig das Betreten eines schwarzen Trans Am (mit anschließendem Turbo Boost) und ein Sprung ins Wasser (in stilsicherer Zeitlupe) lassen ein leichtes Schmunzeln entstehen.
Darüber hinaus ist es mit der Handlung nicht weit her, denn die wirkt wie ein Flickenteppich, bei dem kaum etwas zusammenpasst. Mit mehr Witz und Tempo hätte die Konzentration auf diverse, sogar erwähnte Mordmöglichkeiten mit Sicherheit viel Spaß bereitet, stattdessen gibt es drei uninspirierte Tatversuche, die allesamt ohne Pointe enden, während das Drumherum (ein Kumpel landet in der Anstalt, ein anderer vögelt die Verlobte) nicht wirklich Abwechslung bringen.
Dazwischen tummeln sich harmlose Gags und allenfalls zwei gelungene (Verzweifelter Versuch vom Anschnallen, hüpfende Vögel). Ein schwuler Auftragskiller ist im Prinzip eine drollige Idee, doch diese wird derart überstrapaziert, dass es letztlich nur noch ein müdes Lächeln erzeugt. Auch diverse Gastauftritte von Leuten wie Michael Winslow, Geena Lee Nolin oder Tony Rock bringen kaum frischen Wind rein.
Darstellerisch sind ebenfalls Abstriche zu machen, denn Ken Jeong bringt für so eine Hauptrolle zu wenig Präsenz mit und würde eher als Sidekick taugen. Hoff selbst muss prinzipiell nur sich selbst spielen, während zumindest Rhys Darby als schizophrener Kumpel und Will Sasso als Geldeintreiber mit Augenzwinkern kleine Akzente setzen können.
Hinsichtlich der vielen Möglichkeiten, einen Hasselhoff durch den Kakao zu ziehen, kommt der Stoff beinahe schon ärgerlich eindimensional rüber. Wenig Selbstironie, noch weniger zündende Gags und eine Story, die kaum über zwei, drei nette Ansätze hinaus kommt und im Gesamtbild Witz und Originalität vermissen lässt.
3,5 von 10