Review

Nach der Hochzeit mit Samantha zieht Gary zu ihr und ihrem fünfjährigen Sohn Lucas. Eine Verbindung zu dem abweisend wirkenden Jungen aufzubauen ist für Gary dabei nicht so leicht. Und es wird nicht einfacher, als Gary herausfindet, dass der Kleine scheinbar satanischen Ursprungs ist.

In der von Eli Craig geschriebenen und inszenierten Horrorkomödie (so der offizielle Genremix) stolpert Gary also nun durch dieses Szenario, keiner glaubt ihm zunächst und als Zuschauer weiß man es schnell besser. Der frischgebackene Stiefvater hat's mit dem dämonischen Blag nicht einfach und so ähnlich ging es mir mit dem Film selbst, der unentschlossen mit seinen angepeilten Bestandteilen jongliert. Für eine Komödie ist er nicht besonders witzig, die Horrorkomponente ist arg unterentwickelt und beschränkt sich auf ein paar generische Genremechanismen und Zitate aus anderen Werken. Zugegeben, die Shining-Zwillinge gehen immer.
Lucas als Damien-Kopie ist wenig furchteinflößend, die Freigabe lässt da auch nicht mehr zu. Evangeline Lilly als dessen Mutter und Adam Scott als Gary haben wenig Chemie miteinander und retten manchen Film  noch witzige Sidekicks, so wird man hier nicht so recht fündig. Es ist immerhin nett, Clancy Brown mal wiederzusehen, viel bekommt er aber nicht zu tun.

Das Skript macht es sich generell recht einfach und ist merklich zielorientiert geschrieben. Es passiert das, was gerade gebraucht wird, wie dass Gary erst keiner glaubt und am Ende plötzlich doch alle mitmachen. Gerade die sehr lange dauernde Ignoranz mancher Figuren strapaziert die Geduld.
„Little Evil“ ist kein Film, über den man viele Worte verlieren muss. Wer sich von diesem harmlosen Szenario, das im Hinblick auf seine Grundidee erstaunlich wenig daraus macht, berieseln lassen will, soll das ruhig machen. Ist eben Streamer-Stangenware. Tut nicht weh – und auch sonst nichts.

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