Review

Yanka ist Dompteurin in einem Zirkus, doch sie fühlt sich schon länger unter Druck gesetzt, und als dann auch noch über eine Raubkatze ein Parasit sich ihrer bemächtigt, wird sie zur Bestie auf der Suche nach Blut, denn es ist frisches Blut, was der Parasit zum Wachsen braucht, damit er geboren werden kann...

Wertung:

"Baby Blood" ist ein Horrorfilm aus Frankreich, der nur wenig mit dem neuartigen französischen Horrorkino wie "High Tension" oder "Martyrs" zu tun hat. Denn aufgrund des Parasiten, der in einfacher Weise dargestellt wird, ist der Film vor allem Frank Henenlotters "Elmer" nicht unähnlich. Auch der Parasit hier in "Baby Blood" spricht, wobei die Stimmverzerrung zwar die Fremdartigkeit des Wesens verdeutlicht aber nicht unbedingt zum besseren Verständnis des Films beiträgt, denn gerade zu Beginn ist der Parasit nur sehr schwer zu verstehen. Die gesamte Geschichte ist recht einfach gehalten, da einzig der Parasit für die Handlungen von Yanka verantwortlich ist. Deshalb ist die Handlung nicht groß ausgereift, was eigentlich schade ist. Blut gibt es hier reichlich und ja, man kann diesen Film hier auch als Spatter bezeichnen, obwohl man ihn nicht mit Splattergrößen wie "Braindead" oder einem richtigen Zombie-Splatter wie "Dawn of the Dead" vergleichen darf, denn dafür ist einfach zu wenig der Effekte vorhanden.

Schauspielerisch gibt es kaum Erwartungen an die Darsteller, denn die Handlung bietet zu wenig Möglichkeiten etwas aus den Rollen zu machen. Der herausstechende Charakter hier ist Yanka, gespielt von Emmanuelle Escourrou. Dabei findet sehr viel Handlung im Zwiegespräch zwischen ihr und dem Parasiten statt. Die verzerrte Stimme des Parasiten beginnt leider irgendwann die Unterhaltung des Films zu trüben. Es gibt zwar andere Charaktere, aber diese sind zu wenig in die Handlung integriert, so dass den Schauspielern kaum Raum gegeben wird. Enttäuschend ist außerdem das Ende des Films. Es ist zwar ein schlüssiges Ende, jedoch kann mich das in der Form überhaupt nicht überzeugen. Da hätte es einige andere Möglichkeiten gegeben, und es wirkt eher so, als wenn einfach ein Abschluss des Films gesucht wurde.

Der Film hat mich trotzdem gut unterhalten können. Den ganz großen Horror und die ganz große Unterhaltung darf man hier leider nicht erwarten. Als Wertung liegt er irgendwo zwischen 06-07 von 10 Punkten, was eben knapp über Durchschnitt ist, mehr aber auch nicht. Eine etwas ausgereifte Handlung mit etwas mehr Spannungsbogen im Rahmen einer solchen Geschichte oder eine gehörige Prise Ironie und Humor mit dazu, dann hätte es auch mehr Punkte gegeben. Schade.

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