Als Adam Green 2006 „Hatchet“ herausbrachte, bescherte dies Kane Hodder eine weitere Verkörperung als Serienkiller neben Jason Vorhees in der Reihe „Freitag der 13.“.
Nach einigen Fortsetzungen stehen die Chancen mittlerweile schlecht, Hodder vielleicht mal in der Rolle eines einfühlsamen Liebhabers zu sehen.
Andrew überlebte vor zehn Jahren das Massaker durch den Killer Victor Crowley in den Honey Island Sümpfen und soll nun am Schauplatz des damaligen Geschehens für eine Reportage zur Verfügung stehen. Doch der Jet stürzt ab und schon bald sehen sich die Überlebenden einem Killer gegenüber, der keine Gefangenen macht…
Nachdem BJ McDonnell beim Vorgänger Regie führte, riss Green das Zepter wieder an sich und bringt eine Handvoll mehr Humor mit ins Spiel, was sich bereits bei dem Intro im Jahre 1964 abzeichnet, als ein romantisch gedachter Heiratsantrag ins Unansehnliche abdriftet.
Allerdings spielt sich der Humor anfangs außerhalb des Horrormetiers ab, etwa als jemand seinen Schrumpelpenis signiert haben möchte, oder ein lahmer Pilot zigfach zur ergänzenden Durchsage ansetzt. Das ist manchmal sympathisch unbefangen, zuweilen allerdings auch reichlich stumpf.
Nach dem Absturz dauert es leider eine ganze Weile, bis der Belagerungszustand aufgelockert wird. Denn jeder, der das Wrack verlässt, ist automatisch Kanonenfutter für einen Schlächter, dem trotz des Namens im Filmtitel überraschend wenig Screentime eingeräumt wird.
Wenn das Sumpfmonster allerdings zuschlägt, werden schon mal Köpfe eingetreten oder abgerissen, ein Augapfel heraus gestochen oder Extremitäten abgesägt. Durchweg handgemacht und erstaunlicherweise ungeschnitten.
Jedoch mangelt es den Ableben an Kreativität, aufgrund des sichtlich geringen Budgets fehlt es an Schauwerten, selbst Tiffany Shepis ist in einer Nebenrolle die Hälfte der Zeit unter Wasser. Die übrigen Mimen performen okay, die Synchro ist teils grenzwertig.
Alles in allem bleibt Green ein wenig hinter der Erwartungshaltung zurück, mit dem vierten Teil an die solide Qualität der Vorgänger anknüpfen zu können. Der Humor zündet nur teilweise und obgleich einige Elemente des Slashers mit Augenzwinkern auf die Spitze oder ad absurdum geführt werden, mangelt es der Handlung an Abwechslung und Frische.
Nach 76 Minuten setzt bereits der Abspann ein, es folgt ein Cliffhanger, der hoffen lässt, dass der nächste Teil ein wenig beherzter ausfällt.
5,5 von 10