Zehn Jahre nach den Massakern im Sumpf verschlägt es den Überlebenden Andrew Yong auf einer Promotour für sein Buch wieder in das verhängnisvolle Areal. Und dort treibt nicht nur ein möchtegern-Filmteam sein Unwesen, sondern auch bald wieder der hier titelgebende Hüne. Dessen vierter Auftritt wurde wie Teil eins und zwei wieder von Adam Green inszeniert, kann aber nicht an die vorigen Teile anschließen.
Das Teil zieht sich und ist spürbar günstig produziert. Man merkt, dass man so lange wie möglich in einem Set bleiben will. Wie beispielsweise einer Flugzeugatrappe, in welcher eine Ewigkeit lang herumgeschwafelt wird. Und so geht es weiter, unterbrochen von ein paar Auftritten des randalierenden Sumpfbewohners.
Wenn er dann mal aktiv wird, gibt es immerhin nette praktische Effekte zu sehen. Insgesamt sind die Kills relativ unkreativ, übersichtlich in der Anzahl und härter war es auch schon mal in der Reihe.
Trotzdem muss man dafür dankbar sein, denn jedes Stückchen an Abwechslung ist besser als der ganze Leerlauf, den man hier lange Zeit ertragen muss. Viel liefert dieser vierte Teil wahrlich nicht. Dazu macht das Werk keine Anstalten, ein ernster Genrevertreter sein zu wollen. Wäre okay, doch die Witze treffen einfach zu selten, sind debil, schlecht getimt oder einfach zu lange ausgespielt. Und wenn irgendwo zwischen einer Braut, die sich vor Freude über den Antrag das Gesicht vollrotzt und einem sich selbst zu gut findenden Laiendarsteller mal ein Lacher entfaltet, könnte das auch ein Versehen gewesen sein. Die Darsteller sind allesamt verzichtbar, muss man nichts zu sagen. Und irgendwo steht immer ein Scheinwerfer im Wald.
„I can't wait to see it, Wes Craven.“
Hörst du auch eine Träne auf ein Blatt fallen? Im Vergleich zu den Vorgängern bleibt „Victor Crowley“ nur der letzte Platz. Weniger Splatter, dysfunktionaler Humor und streckenweise Langeweile. Teil vier zieht sich, sieht billig aus und liefert zu wenig von dem, was manch anderen Teil der Reihe halbwegs unterhaltsam gemacht hat. Vielleicht ist das auch nur eine Parodie, die ich nicht verstehe.
Einen weiteren Teil hat Green schon lange angedroht. Muss wohl.