Review
von Leimbacher-Mario
Abschluss und Absturz
Während ich die ersten beiden Teile „Jeepers Creepers“ gerade in DVD-Zeiten hoch und runter geguckt habe, sehr mag, war es dieses Mal immerhin/endlich die Premiere für den etwas untergegangenen Nachzögling und Drittling. In diesem (trotz Build Up zu einem „großen Finale“) wahrscheinlich finalen Angriff des Creepers bekommt es eine austauschbare Kleinstadt mit seinem Heißhunger auf Blut zu tun - doch ein paar der Bürger haben eh noch eine Rechnung mit dem legendären und mysteriösen Monster offen…
Man hätte glauben können, dass das „Jeepers Creepers“-Franchise Victor Salvas Baby ist, er gerade dort nochmal all seine Leidenschaft und Genreintelligenz reinlegt. Selbst wenn er nie mehr seine Höhen von vor 20 Jahren erreichen konnte. Aber nein, „Jeepers Creepers 3“ ist ein echter Rohrkrepierer geworden, der gerade mich als Fan der ersten beiden Teile verdutzt, gelangweilt und deutlich erzürnt zurücklässt. Den hätte ich mir ganz ehrlich lieber gespart und nie gesehen. Jetzt muss ich ihn vergessen und verdrängen… Von Spannung oder coolem Monsterkino keine Spur mehr. Selbst ein Fanfilm zu dem kultigen (Geheimtipp-)Charakter hätte wahrscheinlich besser ausgesehen. Etliche unsympathische Figuren, einen total aus dem Geschehen herausreißendes Müll-CGI, eine vermurkste und seltsame Timeline. Dieser Creeper ist zum Stinker und zur Lachnummer mutiert. Selbst wenn sein Make Up noch stimmt. Etliche Längen und unfreiwillig komische Kopfschütteleinlagen und -entscheidungen helfen nicht. Jede halbwegs gute Idee wird im Keim erstickt, vom „Fallentruck“ bis zum Bogen zu den anderen Filmen. „Jeepers Creepers 3“ kommt nicht nur Ewigkeiten zu spät - ihn hätte vor allem in dieser laschen Form keiner gebraucht. Er wirkt negativ aus der Zeit gefallen und billig, unheimlich artifiziell und nahezu spaßfrei. Das Gegenteil fast zu seinen Brüderfilmen. Und gerade als milder Verehrer dieser fehlen einem da schon ziemlich die Worte…
Fazit: leider nicht mehr ansatzweise auf dem zuvor angepeilten und oft erreichten Niveau. Eher sogar ärgerlich bis lächerlich. Schade, ich mag den Creeper und seine Mythologie. Er hätte Besseres verdient (gehabt)!