Review
von Leimbacher-Mario
Mehr Wasser, Meerwasser, mehr „Was war?“
Haitrash, der von mehr als vier Menschen gesehen oder gar gekauft wird, bekommt heutzutage eine Fortsetzung. Das ist gefühlt Regel. Und da diese Gattung an neuartiger filmischer Fischsuppe durchaus seine hartnäckige Zielgruppe und Fans hat, bekommt fast jede „haillose“ Schrottidee eine Zugabe spendiert. So spielt „Empire of the Sharks“ genau wie sein familiärer Vorgänger „Planet of the Sharks“ in einer überfluteten, postapokalyptischen Welt, in der man deutlich zu oft „Waterworld“ gesehen hat, wo jedoch meilenweit das Budget fehlt, um dieses Szenario auch nur einigermaßen glaubhaft umzusetzen. Spezieller gibt es in dieser wässrigen Welt einen fiesen Warlord, dessen vorderster Handlanger per „Handsteuerung“ Haie befehligen kann und die umliegenden Kolonien piesackt...
Ich würde mich (noch) nicht als Hai(trash)experten bezeichnen, „feiere“ ich dieses Jahr doch erst meine erste Shark Week und habe eher nur die „Meilensteine“ gesehen. Aber „Planet of the Sharks“ hat für mich bisher so ziemlich den Bodensatz definiert, das war vorgestern eine echt schmerzhafte Erfahrung. Kann der fix hinterhergeschickte „Nachfolger“ das sogar noch unterbieten?! Bei Poseidons Bart, zum Glück nicht. Ich halte „Empire of the Sharks“ für den besseren Film. Wenn man das auf diesem Niveau überhaupt sagen kann. Denn es handelt sich noch immer um Dosengrütze. Nun eben nur eher mit Hundefutter statt Kot gefüllt. Es gibt ein paar einigermaßen nette Figuren, der Score trägt zwar viel zu dick auf, wirkt jetzt aber nicht komplett unhörbar und die Idee mit dem „Haihandschuh“ lässt mich schmunzeln. Dennoch gibt’s natürlich viel zu wenig Spannung, Haiattacken und das Konzept bleibt viel zu hoch gegriffen für die Macher und deren Budget - aber für einen Montagmittagnebenbeiwatch bei Pizza und 'nem Monsterdrink gestalten sich Frust und Langeweile noch einigermaßen übersichtlich. Außerdem ist das Bild knackig scharf und man hat schon noch schlechtere CGI gesehen. Aber wenn man solche Sachen schon als Positives aufzählen muss, dann weiß man, bis so das Wasser steht...
Fazit: die Fortsetzung/das Prequel (?) zu „Planet of the Sharks“ hat außer dem Szenario wenig bis gar nichts mit dem Vorgänger im Geiste zu tun, toppt diesen immerhin marginal, ist allerdings insgesamt ein weiterer Asylum-Arschtritt für jeden halbwegs guten (Trash-)Geschmack. Was für eine himmelhochjauchzend-miserable Haierei!