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Hinterwäldlerkino der besseren Sorte! Dass die Biker mal nicht von Beginn an als brutale Unruhestifter hingestellt werden, sondern als eine friedliche und herzliche Gemeinschaft, die einfach nur auf den Straßen fahren und in Ruhe gelassen werden möchte, fand ich erfrischend. Erst die Intoleranz und die Schikanen der Spießbürger reizen sie zum Äußeren und nur ein tragisches Missverständnis setzt hier überhaupt erst eine Spirale der Gewalt in Bewegung, die schließlich in einer finalen großen (und sehr coolen) Massenschießerei gipfelt. Nur kleinere Details am Rande empfand ich als störend, etwa die gelegentliche Countrymucke oder den zu cartoonhaft dargestellten patriotischen Waffennarr mit seinem Schutzbunker. Und die NS-Symbole an den Wänden, die gar nicht zur Motorradbande passen, sind auch kein politisches Statement, sondern wohl zurückzuführen auf den laxen Umgang mit diesen in den USA.