iHaveCNit: Jumanji – Willkommen im Dschungel (2017)
Film 99 aus diesem Kinojahr – Film 79 im Kino – und noch nicht der Abschluss meines Kinojahres ist „Jumanji – Willkommen im Dschungel“. Vor 22 Jahren kam ja das Robin-Williams-Vehikel und Literaturverfilmung „Jumanji“ in die Kinos, dass ein mysteriöses Brettspiel als Aufhänger für viele skurille und auch gefährliche dschungelbasierte Situationen geboten hat, aber im ganzen Wust aus guten Robin-Williams-Vehikeln zu dieser Zeit etwas untergeht und die Effekte damals noch ganz am Anfang standen. Nun also die 2017er-Version. Das Brettspiel, dass heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt, erhält ein Upgrade auf ein Retro-Konsolengame – und wird nun zum Fantasy-Action-Comedy-Vehikel für ein Ensemble aus Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillian. Und der Film ist extrem überraschend unterhaltsam geworden und hat mich besser unterhalten noch als der 95er-Film.
4 ungleiche Jugendliche sind in derselben Schule und müssen nachsitzen. Dabei entdecken Sie eine Konsole mit dem Spiel „Jumanji“ und probieren das Ganze gleich mal aus. Dabei werden Sie in eine Dschungelwelt gezogen, in der sie eine gefährliche Mission erfüllen müssen, um wieder aus dieser Welt zu kommen.
„You have to play by the rules“. Es ist klar, dass ein altes Videospiel natürlich auch seine Regeln hat. Und mit den klassischen Regeln von klassischen Fantasy-Action-Games sowie den Charakteren und der Geschichte, wird die Handlung des Films natürlich entsprechend konstruiert. Diese Konstruktion ist relativ vorhersehbar, aber auch sehr cool. Die Action, der Humor und manche Details erschaffen hier eine entsprechend stimmige Atmosphäre, die dem Film gut getan hat – aber auch einige Logikprobleme mitbringt – Wer Logikfehler findet, darf sie aber behalten, denn darum geht es hier nicht. Nur der Antagonist geht hier etwas unter. Der Kern des Films bleiben aber die Charaktere und die sich durch den kompletten Film ziehenden Interaktionen. Denn mit jedem Charakter haben wir nicht nur den spielbaren Charakter im Spiel vor uns, sondern auch den Spieler selbst und hier kommt es für jeden zu unglaublich überraschenden Momenten, weil sich die Eigenschaften des Spielers nicht mit dem spielbaren Charakter decken. Neben einer guten Chemie von Johnson und Hart sowie einer starken Heroine Karen Gillian bekommt hier Jack Black den wohl coolsten und auch witzigsten Part, wenn seine Fame-Instagram-Smombie-Beauty-Bitch zu einem kräftigen, älteren, behaarten Wissenschaftler wird und man durch den Geschlechtertausch auch noch das wirksamste und urkomischste Body-Swapping bekommt. Und man zollt dem 95er-Film durch Referenzen auf jeden Fall genug Respekt. Der Film ist die perfekte Action-Fantasy-Komödie, wenn man in einem vollen Saal mit der entsprechenden Stimmung den Film genießen kann. Er ist unterhaltsam, actionreich und absolut witzig. Mir hat er gefallen.
„Jumanji – Willkommen im Dschungel“ - My First Look – 7/10 Punkte.