Review

Vier Teenager entdecken beim Nachsitzen im Keller ihrer Schule eine obskure Videospiel-Konsole, die ein wenig Abwechslung zu den faden Aufräum-Arbeiten verspricht, zu denen ihr Rektor sie verdonnert hat. Schnell eingestöpselt, werden die Kids prompt in Welt von "Jumanji" gesogen und schon kurz darauf finden sie sich mitten im Dschungel wieder... und, das ist der Clou, in den Körpern ihrer ausgewählten Charaktere (der Streber steckt nun im Muskelprotz The Rock, die High School-Tussi im dicken Jack Black, das ist der Gag). Nun gilt es, einen bestimmten Edelstein zu finden und das Spiel mitsamt all seinen Leveln zu meistern, um wieder in die reale Welt zurückkehren zu können... und zwar ohne sämtliche ihrer jeweils drei Leben zu verlieren, denn sonst winkt das Game Over. Die Fortsetzung bzw. der Reboot zu dem 1995er-Fantasyfilm ist im Hinblick auf die aktuelle Kiddie-Klientel, die sich nicht mehr von einem lumpigen Brettspiel hinterm Ofen hervorlocken lässt, voll und ganz auf Video-Game-Feeling gepolt, und das mehr, als so manche "echte" Daddel-Adaption einer Spiele-Vorlage für die große Leinwand... und steht damit quasi unter umgekehrten Vorzeichen: anstatt allerlei Getier auszuspucken, geht es dieses Mal quasi "Ins Spiel rein". Nun ja. Ansonsten verhält es sich mit "Jumanji - Willkommen im Dschungel" allerdings exakt wie mit dem Robin Williams-Original, denn die Chose ist wieder bis zum Anschlag mit digitalen Tricks ausstaffiert (die gerenderten Viecher sehen heutzutage aber besser aus als vor zwanzig Jahren), mäandert zwischen hektischem Abenteuer-Getue und so semi-lustigen Witzen hin und her, und ist insgesamt betrachtet erneut vollkommen belanglos.

5/10

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