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Familiäre Closelines

Da soll nochmal einer sagen, die WWE produziert nur stumpfe, drittklassige Videothekenactioner… „Fighting With My Family“ ist eine starke Wrestling-Dramödie auf wahren Begebenheiten basierend und sensationell besetzt. Erzählt wird von einer etwas anderen englischen Familie, deren Leben sich in der britischen Pampas nur um Wrestling dreht. Im Fernsehen, als Job, als großer Traum irgendwann den Durchbruch zu schaffen. Doch als die junge Tochter dann eines Tages von der WWE in ein Nachwuchscamp in die Staaten eingeladen wird, ändert sich alles für die Familie Piledriver…

Dass sie The Rock derart prominent auf's Cover packen, ist etwas frech und unnötig. Dabei braucht „Fighting With My Family“ solch einen Push eigentlich gar nicht. Viel mehr konzentriert sich die Wrestling-Dramödie (basierend auf dem wahren Aufstieg von WWE-Superstar Paige) auf eine britische Familie, deren Leben und Träume sich schon immer um Wrestling gedreht haben und deren Tochter dann irgendwann wirklich die große Chance in den Staaten bekommt. Und das ist eine Geschichte, die geht an's Herz, die macht Bock auf Wrestling, die ist fit und feminin, die hat glaubhafte Figuren, die hat britischen Charme und Humor, die hat Florence Pugh. Und das reicht für einen tollen Familienfilm mit Chokeslams, Powerbombs und fliegenden Ellenbogen. Hat man auch nicht alle Tage. Und selbst wenn ich auch sowas wie „12 Rounds“ oder „No One Lives“ toll finde - die WWE als Filmproduzent dürfte sich gerne mehr zutrauen und aus der Komfortzone wagen, was „Fighting With My Family“ eindrucksvoll beweist! 

Fazit: nicht nur für Wrestling-Fans ein Schmankerl. „Fighting With My Family“ schlägt hart, ist nicht fake und die britische Art von Feel Good. Unterhaltsam, herzlich, wo Mainstream auf die WWE trifft. Und Florence Pughs Durchbruch. 

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