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Angepriesen als japanisches TWIN PEAKS erweist sich diese Miniserie wieder einmal als ein für Takashi Miike so typisches selbstgefälliges und kryptisches Labyrinth aus Eindrücken, Stilmitteln und Kuriositäten. Seelenwanderung, spontane Selbstentzündung, Hypnose per Telefon, mit einem Barcode im Auge tätowierte Menschen und Puppenspiele auf dem Polizeirevier: Alle Fälle hängen irgendwie zusammen, doch es ist unnötig kompliziert und abgedreht. Allein die gespaltene Persönlichkeit des Detektivs sorgt für viel Verwirrung. Ärgerlicherweise sind einige blutige Momente mittels digitaler Verfremdung zensiert. Nicht nachvollziehbar, zumal GUINEA PIG Jahre zuvor ja auch im japanischen TV lief! Dadurch büßt das Ganze an Schauwerten ein. Als Highlight erhalten bleibt Chiaki Kuriyama als mordendes Schulmädchen.