Review

Gelungen-galliger Genregeheimtippbastard


Wenn ein Knasti mit Hakenkreuz im Gesicht mit einem Luchador Ärsche versohlt, 
weiß man, dieser Film meint es ernst, hier wird man nicht verkohlt. 

„Lowlife“ erzählt von Gaunern und fiesen Kriminellen, 
hier wird noch einiges mehr verteilt, als nur ein paar Schellen. 

Bei Laune haltend verschachtelt, durchzogen von bizarren Gestalten, 
lässt man diesen coolen Trip erstmal einfach schalten und walten.

Dabei hat das Ding genug Eigenständigkeit und Schneid, 
ist keine blinde Kopie einstiger Coolnesschampions oder gar voll vor Neid. 

Hier kriechen wir in die Gosse mit einem teuflischen Grinsen, 
da gibt es schonmal matschig etwas hinter die Binsen. 

Über Vorurteile und dass das Äußere nicht immer zählt, 
hoffe ich, dass „El Monstro“ mal einer zum Bürgermeister wählt. 

Latinos, Nazis, Schwarze, Weiße, ein bunter Haufen, 
selten sah man eine solche Truppe beim sich gegenseitig Zerraufen. 

Nobel, ehrlich und dabei frisch wie nur wenig, 
kann es schonmal passieren, dass ein Schädel gespaltet wird sehnig.
 
Nichts für zarte Gemüter und halbe Engel, 
ist dieser Drecksfilm (positiv gemeint!) ein echter Gossenbengel. 

Fazit: von Monstern, Unmenschen und Gangstern... „Lowlife“ ist ein sehr giftiger Genremix irgendwo zwischen Guy Ritchie und Gosse, Tarantino und Tollhaus, Schlachtplatte und Schwarzhumor. Voll verrückter Figuren, starker Ideen und rauem Style. Selbst wenn er manchmal etwas zu geschwätzig und möchtegern-cool/-kultig wirkt. 

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