Hübsch altmodischer Trashfilm, von dem ich jedoch etwas mehr erwartet habe. Regisseur und Produzent Larry Cohen muss man erstmal zu Gute halten, dass er wirklich nur ein winziges Budget zur Verfügung hatte, dies sieht man dem Film zum Teil an. Für die Einen wirkt es einfach nur billig, für die Anderen besitzt es Charme. Doch für eine Kinoauswertung hat es nie gereicht, aber " The Stuff " hat sich schon einen gewissen Kultstatus auf DVD und Video erarbeitet und die Produktionskosten hatte man locker wieder inne.
Story:
"The Stuff" ist eine neue Nachspeise und erobert das Land im Fluge. Doch Keiner weiss, woraus es eigentlich besteht. Also heuert man den ehemaligen FBI Agenten David Rutherford ( Michael Moriarty ) an um dies herauszufinden. Bald kommt er hinter das grausame Geheimnis von "Stuff", welches Parasiten enthält, die die Menschen in lebende Tote verwandelt. Mit Hilfe von Major Spears ( Paul Sorvino ) will er den Großkonzern aufhalten. Doch immer mehr Menschen werden infiziert.
Nette Idee von Larry Cohen, welcher auch das Drehbuch schrieb, doch woher diese Flüssigkeit nun stammt, oder wie sie entsteht, darüber lässt er den Zuschauer völlig im Dunkeln. Nur schade dass die Umsetzung so zäh und spannungsarm geworden ist. Trotz der sehr kurzen Laufzeit treten eindeutige Längen auf. Hier wird einfach zuviel geredet, viele unnötige Dialoge inklusive. Aber dadurch kommt auch der Humor recht gut zum Tragen, denn manche Wortwitze rufen schon ein Grinsen hervor. Daher kann man den Film gar nicht ernst nehmen und genau diesen Effekt wollte Cohen auch erzielen.
Aber allgemein passiert auch zu wenig, trotz kleineren Keilereien, Verfolgungsjagden und einem winzigen Shootout am Ende. Die F/X sind von der billigsten Sorte und recht unblutig. Trotzdem kann man ihnen den Trashcharme nicht absprechen. Nur kann ich die FSK 18 Freigabe nicht ganz verstehen. Bei einer heutigen Neuprüfung würde " The Stuff " wahrscheinlich locker mit einer FSK 16 durchgehen, denn blutige Szenen sind hier ganz rar gesäht. Mit Ausnahme von dem Typen, welchem ein LKW die Beine abtrennt und dann sein Kopf platzt, oder dem Kopfplatzer gegen Ende, doch ansonsten ganz harmlos. Der Schleim selbst ist etwas an " The Blob " angelehnt, denn er bewegt sich auch von selbst und greift Leute an. Möchte gar nicht wissen wieviel Joghurt, Eiscreme und Latex Cohen hier eingesetzt hat.
Der Score ist teils sehr heroisch, vor allem wenn die Soldaten zum Einsatz kommen und damit typisch 80er Jahre.
Michael Moriarty macht seine Sache gut und bringt durch seine große Klappe einiges an Humor mit ein. Genau das Selbe gilt für Paul Sorvino als Col. Spears, der den typischen Amisoldaten abgibt. Danny Aiello ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.
Fazit:
Netter Trashfilm mit amüsanter Story, jedoch zäher Umsetzung. Trotz einigen Actionsequenzen kommen kleine Länge auf, die durch völlig unnötige Dialoge entstehen und auch die Spannung wird in Mitleidenschaft gezogen. Die F/X sind recht billig und sind sparsam gesäht. Die Darsteller agieren solide.
Unterhält recht gut, aber ich habe viel mehr erwartet und war etwas entäuscht. Gerade noch so 6 Punkte.