Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 20.07.2012

Mit einfachsten Mitteln - einer Wagenladung Joghurt im Grunde - erzielt "Masters Of Horror"-Regisseur Larry Cohen den maximalen "Blob"-Effekt. Wie das schleimige Wesen aus dem All wird der Gruselfaktor bei der weißen Substanz dadurch erzeugt, dass man einer gesichtslosen, simpel strukturierten Masse Leben einhaucht - als habe man ein Bakterium unter einen Vergrößerungsstrahl geschickt. Im Gegensatz zur Angst vor Verdammnis herrscht hier eine Angst vor dem Verschwinden im Nichts vor, wenn die undefinierbare Masse einen einfach verschlingt.

Cohen konzentriert sich allerdings mehr auf die gesellschaftskritischen Aspekte. Da dem "Stuff", wie das Zeug herrlich profan betitelt wird, süchtigmachende Eigenschaften zugeschrieben werden und es gewisse Ähnlichkeiten mit Eiscreme aufweist, ist die Konsumkritik natürlich nicht mehr weit. Am Ende erinnern zombiehaft unter "Stuff"-Einfluss stehende Menschenmassen nicht umsonst an Paranoia-Filme der 50er und 60er.

Über weite Strecken sind die Trickeffekte sehr simpel gehalten und überzeugen durch ihren hohen Einfallsreichtum bei vergleichsweise geringem Aufwand, es gibt allerdings auch ein, zwei größer angelegte Trickszenen, dabei eine große "Stuff"-Grube und ein bewegliches Set, durch welches der Eindruck vermittelt wird, dass die weiße Soße die Wände hochklettert. Can't Get Enough Of That Stuff...

*weitere Informationen: siehe Profil

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