Mutierter, genmanipulierter Killer-Quark bzw. Joghurt greift an ...
In bester "Blob"-Manier überschwemmt der Tzatziki-ähnliche Schleim die Straßen und reißt dabei sogar ganze Kühllaster und Häuser mit sich. Spätestens wenn der parasitäre Alienquark anfängt in den dafür vorgesehenen Silos zu blubbern und zu mutieren stellen sich bei mir schon die Nackenhaare auf ...
Unterschwellige Anspielungen auf Sciencefiction-Klassiker wie "Die Körperfresser kommen" oder "Sie leben!", ohne diese allzu ernst zu nehmen, als "Monte von Zott aus der anderen Welt".
Später bei "Slither" nochmal aufgegriffen und sehr frei adaptiert, reiht sich "Stuff" auch und insbesondere in die Chronik drugsploitationslastiger Melt-Movies wie "Slime City", "Elmer" oder "Gingerdeadman" ein, auch Troma-Verschnitten wie "Plankton" oder zombieähnlichen Mutationen aus dem Sciencefiction-Bereich ("Search and Destroy", "Shock Waves"). Ulkig, leicht bescheuert, herrlich fluffig verspielt.
Todbringender Blubberquark quillt aus allen Öffnungen. "The Stuff" bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen Romero, "Squirm", "Street Trash", "Basket Case", "Bad Taste" und biologischem Horror-Punk. Kurz gesagt: Ein abgedrehter Pseudoschocker für die jüngere Genration, bei dem selbst Wes Craven ("Shocker", "Chiller") nicht schlecht gestaunt hätte.
Troma
Statt literweise Kunstblut gibt es hier nur eine Fontäne Riesensperma oder Tzatziki, Konventionen die allmählich im Klo runtergespült oder von mutierten Molkeerzeugnissen einfach verschlungen werden, in ansprechender 80er Jahre-Las Vegas-Optik (s. auch "Killer Clowns from Outer Space") und dabei noch Seitenhiebe auf die moderne Lebensmittelindustrie (man merke auch "Angriff der Killertomaten" oder "Attack of the Killer Donuts"). Quark oder nicht sei mal dahingestellt ...
Grenzdebiler Trash, den D'Amato womöglich nicht ganz zu Unrecht als "Absurd" bezeichnet hätte. Eine gewisse Originalität kann man ihm nicht absprechen. Das Prädikat Trash trifft hier jedoch nur bedingt zu. Ich würde es eher als "Stuff" bezeichnen.
Erlangt trotz allem kein Kultstatus, weiß aber zu unterhalten. Horror aus der Quark-Industrie mit Lachkick inklusive, spätestens wenn der außerirdische Killerquark wie Freddy Krueger die Wände hochkrabbelt oder Sleimok giftigen Schleim absondert ...
Das radioaktiv verseuchte Endzeitszenario, oder zumindest biologische Kontaminierung katastrophalen Ausmaßes, mit welchem wir schon in den Machwerken Yuzna's und Gordon entfernt konfrontiert wurden, frei nach Lovecraft ("From Beyond", "Höllenbrut", "Re-Animator", "Return of The Living Dead"), stilistisch artverwandter "Es lebt!" oder "Green Slime", "Kondom des Grauens" im Bezug auf die Latex Industrie, damit noch Seitenhiebe auf die verstrahlte Atompolitik☣ ☢
Grüne-Politiker oder Greenpeace wären sicher nicht abgeneigt gewesen☣ ☢...
Der "Soylent Grün" für Trashliebhaber☣ ☢
In Gedenken an die Flutopfer der tödlichen Quarkfontäne ...
PS: Allen denen das Quark-Gemetzel zu wenig ist, sei hiermit "Döner Of Death" empfohlen.