Mittlerweile hat sich die eingedeutschte Reihe um „American Poltergeist“ als Sammlung der mit Abstand schlechtesten Spukfilme erwiesen und diese wird mit dem siebten Teil gnadenlos fortgesetzt. Jener müsste eigentlich „Italian Poltergeist“ heißen, denn den italienischen Mimen nimmt man beileibe keinen amerikanischen Background ab.
Max soll auf das Haus und die beiden Katzen seiner Schwester Anna aufpassen, die mit ihrem Sohn ein paar Tage entspannen möchte. Doch bereits kurz nach seiner Ankunft im Haus nimmt Max unerklärliche Erscheinungen wahr. Sein Kumpel Chris rät, einen Dämonologen aufzusuchen, während der historische Hintergrund des Gebäudes durchleuchtet wird…
Regisseur Eros D'Antona besetzte die Hauptrolle mit einem seiner Geschwister, was eine kolossale Fehlentscheidung war. Da dieser über weite Teile mutterseelenallein im Fokus wandelt, machen sich darstellerische Defizite überaus deutlich bemerkbar, selbst ein simples erschrockenes Zucken nimmt man ihm kaum ab. Die wenigen übrigen Darsteller performen jedoch auch nicht besser.
Überhaupt kommt die Produktion über weite Teile recht amateurhaft daher. Die Kamera nimmt meistens willkürliche Perspektiven ein, der Score dümpelt eine Weile mit ausschließlich einer dumpfen Bassnote herum und wenn Italiener versuchen akzentfreies Englisch zu sprechen, klingt das, als hätten sie mindestens ein Focaccia im Unterkiefer.
Aber auch erzählerisch kommt der Stoff kaum in Gang. Angefangen vom unerklärlichen Pochen an der Haustür, geht mal eine Schranktür wie durch Geisterhand auf und selbst als sich schemenhafte Dämonengestalten hinzu gesellen, mangelt es am Timing, so dass bis auf einen Erschreckmoment keinerlei Spannung erzeugt wird. Dabei zählen Make-up, Maske und die Effekte bei den zwei kurzen Gewalteinlagen noch zu dem, was als passabel durchgeht.
Zwischen morbiden Kinderzeichnungen und einer plötzlich auftauchenden Spieluhr finden sich allerlei Laufzeitstrecker, um irgendwie auf 86 Minuten zu kommen, einschließlich ein entspannter Gang durch den Park und ein posender Kumpel auf der Hantelbank.
Ein Showdown findet erst gar nicht statt, denn nach einer minimalen Temposteigerung und einem leicht überhastet anmutenden Wirrwarr folgt bereits die obligatorische Schlusseinstellung.
Das macht dann bereits sieben Teile für die Tonne…
2,5 von 10