Duran Duran gefällt das...?
Macht das „dritte Bein“ den Mann?
Warum ziehen uns Frauen so sehr in ihren Bann?
Wäre eine weibliche Welt ein friedlicherer Ort?
Sind Geschlechter flexibel wie Regeln beim Sport?
Die Franzosen mal wieder, zwischen „Herr der Fliegen“, Farbwechselspiel und Geschlechtsumwandlung,
bei diesem bizarren Alptraum steht im Mittelpunkt sicher nicht die oberflächliche Handlung.
Abenteuer trifft Avantgarde,
neue Facetten für ein Thema mit so 'nem Bart.
Transzendierende Transgender, ein flüssiger Verlauf,
dafür nimmt man die ein oder andere Länge in Kauf.
Zwischen Kunstausstellung und Entdeckungsdrang,
dünn kann sie sein, die Linie zwischen Frau und Mann.
„The Wild Boys“, das neue Fleisch unter den schwulen Ergüssen,
manch ein Bild will man gleich einrahmen und küssen.
Von der Natur des Menschen, von Vorurteilen, Begierde und Lust,
wer mit heavy Arthouse allerdings nichts anfangen kann, schiebt hier puren Frust.
Das ist auch MeToo clever verpackt und hochgradig intellektuell,
selten strahlten Nebel und Neon derart frisch und hell.
Popart meets Hosenanzug,
Sperma ist eben noch immer dicker als Blut.
Fazit: die Herrin der Schniedel... Schwer bis gar nicht zugänglich, oft auch anstrengend und redundant, sperrig und laaang. Dennoch: thematisch, atmosphärisch sowie künstlerisch wichtig, extrem hübsch und mehr als interessant. „The Wild Boys“ ist ein queerer Fiebertraum zwischen Frustration und Faszination, eine klasse, lohnenswerte Arthouse-Collage und Meditation über Geschlechterrollen. Schnieke.