Es it Weihnachten und drei Mütter bekommen Besuch von ihren Müttern. Da es in allen drei Mutter-Tochter-Beziehungen Probleme gibt, ist Weihnachten in akuter Gefahr.
Möglicherweise haben mir meine geringe Erwartungen, mit denen ich an den Film rangegangen bin, geholfen, aber ich hab mich köstlich amüsiert, fast durchgehend sogar. Besinnlich ist hier herzlich wenig, dafür umso mehr peinlich, aber unterhaltsam.
Hier darf man nicht mit Logik rangehen oder gar mit Normalität (was immer das individuell sein mag), denn natürlich ist hier alles überzeichnet und teils absurd. Da ist die Mutter, die sich einen Scheiß um ihre Tochter schert, die Zweite klammert so, dass sie einen Pyjama mit dem Bild ihrer Tochter trägt und beim Sex zuschauen will, die Dritte will Opulenz und Perfektion um jeden Preis. Aber daraus werden wunderbar absurde Szenen gebaut, wenngleich der Humor manchmal arg platt ist, so ist das doch trotzdem aufgrund der Darstellerinnen sehr sympathisch. Die machen ihre Sache nämlich toll und sind mit Freude dabei, was man vor allem der großen Susan Sarandon ansieht, die scheinbar echt Spaß an der Rolle der kiffenden Mutter hatte.
Einzig der Dramateil zum Finale, der natürlich im Zuge der großen Eskalation kommen musste, war mir einen Ticken zu lang geraten. Das hat die spaßige Laune etwas gedrückt und sich gezogen, weshalb die Wertung nicht höher ausfällt. Das Ende ist dann ebenfalls erwartungsgemäß etwas schmalzig und auf Happy End getrimmt, aber ein Weihnachtsfilm braucht doch ein Happy End.
Ich hatte viel Spaß an der Klamotte. Muss vielleicht doch Teil 1 noch schauen.