Review

Das schöne an der "Silent Night, deadly Night" Reihe ist das sich zumindest inhaltlich die verschiedenen Teile voneinander abheben und nicht den gleichen Slasher-Einheitsbrei liefern. Der fünte Teil, in Deutschland als "Toys - Tödliches Spielzeug" vermarktet, ist ein Puppen-Slasher der Machart her "Demonic Toys" ähnelnd, sowohl krude Ideen als als einige recht happige Effekte bietet.

Weihnachten steht vor der Tür. Es klingelt bei einem Haus, doch die Eltern sind "abgelenkt" - ein Junge namens Derek macht sich zur Tür: kein Mensch zu sehen, ein kleines Päckchen mit der Aufschrift "Don´t open till Christmas" liegt verlassen auf dem Boden. Nachdem Papa wohl seinen Spaß beendet hat und den Jungen vom vorzeitigen Öffnen abhält, erhascht er dann selber einen Blick in das Geschenkt. Eine rote Kugel befindet sich drin, bei Knopfdruck fängt sie an zu rotieren und ein Gesicht eines Weihnachtsmanns erscheint. Wandelt sich dieser dann aber zu einer bösen Grimasse, aus der Kugel sprießen lange Arme die den Vater zu würgen zu beginnen. Nur eine der vielen gefährlichen Spielzeuge des Spielzeugfabrikanten Joe Petto (Mickey Rooney) der mit seinem Sohn Pino (na fällt der Groschen?) ehemals in dem Haus des seit des Mordes seines Vaters erstummten Derek lebte.

Was sich nach einer weiteren Verhunzung des "Pinocchio" Themes anhört ist ein gar nicht mal so schlechter Slasher, der vor neben den wenigen guten Puppen-Effekten vor allem wegen Mickey Rooney als Spielzeugmacher und seinem nicht minder schrägen Sohn, dargestellt von Brian Bremer, gefällt. Ein herrliches Acting in dem etwas anderen Puppen-Slasher der sich aber weniger Ernst nimmt. Vergleiche zu "Demonic Toys" halten leider nicht ganz stand, tauchen hier doch die Puppen weitaus weniger auf, die Morde halten sich leider demnach auch in Grenzen. Der Konflikt des Spielzeugmachers der immer mehr Kontrolle über seinen Sohn verliert dominiert Anfangs die Handlung. Eine düstere Atmosphäre wie bei "Demonic Toys" fehlt leider, trotzdem gibt es einige sehr spannende Szenen.

Die Effekte des "Screaming Mad George" fallen gewohnt bizarr aus, natürlich wieder mit leicht fiesem Humor und Einfallsreichtum. Grund für diesen Einfluß dürfte ein bekannter Auftraggeber, hier mit am Drehbuch beteiligt und auch als Produzent wirkend: Brian Yuzna sein, der ja ein Faible für so etwas hat. Leider nicht wirklich ausgereizt wurde dieser Stoff, zieht sich die Handlung doch ein wenig, bietet auch wenig Überraschungen. Die Spielzeuge gehen aber okay, haben Namen wie Larry die Larve - eine der schönsten F/X wenn sich diese durch den Mund windet und sich aus dem Auge wieder rauspult; Kult-Potential wie die "Demonic Toys" wird aber nicht erreicht, vor allem ob der fehlenden Sprüche oder deren auch nicht ganz so dämonisches Erscheinen. Sehenswert aber auf jeden Fall ein Massenangriff auf ein kopulierendes Pärchen, sehr stimmig in Szene gesetzt - davon hätte man gern mehr gehabt!

Insgesamt wird also nur leicht gehobener Durchschnitt geboten, für Genre-Verhältnisse jedoch ganz adäquat unterhalten.

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