Eine Fahrgemeinschaft ist unterwegs durch die Pampa, da platzt ein Reifen. Die nächste Werkstatt ist ein Stück weg, da versucht man sich doch lieber an einem Reifenwechsel vor Ort. Dabei stellt einer der Reisenden fest, dass die Panne kein Unfall war. Und schon bald findet sich die Gruppe unter Beschuss eines Scharfschützen wieder.
Ein Szenario, das durchaus Potential hat. Ohne Fluchtmöglichkeit an einen Ort gebunden, sich verschanzend und ausgeliefert, quasi ein Kammerspiel an der frischen Luft. Und ist die Fünfergruppe in den ersten Minuten noch halbwegs sympathisch, so dreht sich dies mit der Erkenntnis, was denn hier los ist. Es kommen die typischen Typen zum Vorschein, von besserwisserisch bis aggro, jeder darf mal am Rad drehen. Ja, es ist eine Stresssituation, doch spielt mir das Ensemble dies zu exaltiert, hysterisch und schmälert so die der Situation eigentlich innewohnenden Spannung. Zwar bleibt die Bedrohungslage jederzeit bestehen, auch wenn sich manch ruhigere Passage ereignet, doch trübt einfach zu viel das Sehvergnügen.
Über den Cast mit seinem Spiel auf B-Niveau mag man hinwegsehen, ist das Szenario doch angenehm geradeaus und verplempert nicht viel Zeit. Auch schreckt Regisseur Ryuhei Kitamura nicht vor Gore zurück, wobei manches schon arg zelebriert wirkt, was die Ausrichtung des Films unterstreicht. An der Spannungsschraube dreht er nämlich eher nicht, zieht einfach nur seine Grundidee auf einem gleichbleibenden Level mit leichter Eskalationshebung gegen Ende durch. Die Gewichtung ist da nicht unbedingt glücklich gewählt. Auch ist die Polizei dümmer als sie selbst erlaubt, die Ausleuchtung in der Nacht ist mehr als merkwürdig und insgesamt bleibt stets das Gefühl, dass man nicht alles aus dem Szenario rausgeholt hat. Dafür hätte es vielleicht halbwegs interessante Figuren und eine gekonntere Inszenierung mit einem Fokus auf einen Spannungsbogen geben müssen.
So bleibt "Downrange" eine nette Idee mit guten Effekten und für den einmaligen Konsum geeignet, aber auch eine verpasste Chance.