Und wieder mal ist es soweit und ein paar Freundinnen feiern eine Pyjamaparty, zu der auch noch gleich die nicht eingeladenen Jungs erscheinen. Unter anderem auch der sportliche Schwarm Ken (nomen est omen) und der trottelige Duncan, welcher sich als Pizzabote dort einkauft. Mit der dünnen Story bedient sich das Drehbuch an den insofern ebenso dürftigen Vorgängern, schnell kommt es zur ausgelassen, frivolen Party und den ersten Toten. Der Humor ist irgendwie auf der Strecke geblieben, dieses Sequel versteht sich als lupenreiner Teenie-Slasher, der nichts Parodistisches wie der erste oder gar Trashiges wie der zweite Teil an sich hat. Die kleinen Gags unter den Charakteren sind eher nebensächlich und die Rollenverteilung offensichtlich. Gemäss den Slasherstandards werden die vornehmend weiblichen Darsteller nacheinander niedergemeuchelt, allen voran natürlich diejenigen, die Sex vor der Ehe haben oder zumindest dran dachten. Das bevorzugte Mordinstrument des Killers ist wieder einmal der große Bohrer, auf Ausschweifungen wie den Rock´n´Roll-Maniac aus Teil zwei wurde verzichtet. Auch in der Frage des Täters ist die Vorhersehbarkeit zuverlässig, wenn nach gut einer Stunde das Geheimnis gelüftet wird, die beiden angebotenen Psychocharaktere kommen wohl kaum für jemanden in Frage. Was nach all dem eher lustlosen Geplänkel erstaunt, ist das Finale, dass doch tatsächlich noch mit garstigem Terror aufwartet und den Film sichtlich aufwertet. Die Polizei wird übrigens ordnungsgemäss durch vorherigen Fehlalarm demotiviert und greift nicht ein, unsere in Panik versetzten Teenies nehmen also mal wieder selbst ihr Schicksal in die Hand. Dabei stellen sie sich gar nicht so blöd an, wie man es von entsprechenden Pendants gewöhnt ist, die Belohnung ist in Form einiger Goreszenen gewiss. Sicher ist dieses der unbefriedigendste Teil der Slumber Party Reihe, keine Blutbäder wie im Vorgänger und die Kamera hält bei den Morden nicht öfter drauf, als im ersten Teil. Ansehnlich ist das nur in den seltensten Fällen, da oftmals nur die Ergebnisse zu sehen sind oder die Tötungen im falschen Kamerawinkel gedreht sind. Wem der vorhergehende Teil zu abgedreht war, kann anstelle dessen diesen als Fortsetzung betrachten. Immerhin blieb man sich mit einer weiblichen Regisseurin treu, produziert hat diesen Standardslasher ein gewisser Roger Corman.
Fazit: Näher an Teil 1 als am durchgeknallten Sequel, als sich ernst nehmender Vertreter des Genres nur Einheitskost. 4/10 Punkten