Marty Rantzen ist an der Doddsville Highschool für seine Mitschüler ein Spielball, mit dem die Teenies ihre Scherze treiben. Doch ein Aprilscherz der schelmischen Mitschüler eskaliert und Marty überlebt nur mit schweren Verbrennungen und entstelltem Gesicht den Unfall im Chemielabor. Jahre später treffen sich jene Scherzbolde zu einem Klassentreffen an ihrer ehemaligen Schule, die mittlerweile geschlossen ist. Mysteriös ist zunächst, warum nur ein Teil der Klasse anwesend ist, doch als sie ihren damaligen Klassenraum partyfertig ausgestattet vorfinden, fackeln die vergnügungssüchtigen nicht lange und nehmen die Einladung des Unbekannten an. Schon bald gibt es die ersten Toten, denn auch Marty ist in dem Gebäude, doch dieses mal hat er die Narrenkappe auf und die Waffen gewählt. Dabei geht er nicht zimperlich mit seinen alten Peinigern um, die sich rasch in einem verschlossenen Gebäude wiederfinden, das der blutigen Rache dient. Aus dem Motiv und dem Täter macht das Drehbuch zu keinem Zeitpunkt einen Hehl, schließlich wird auch die Vorgeschichte ausgebreitet gezeigt. Die Dezimierung der Opferlämmer läuft nach altbekannten Schema ab, überraschend oder einfallsreich sind höchstens die Tötungsmethoden. Als ehemaliger Streber weiß Marty mit allerlei chemischen Sauereien aufzuwarten, ätzendes Bier, das einem die Gedärme aus dem Bauch befördert ist nur ein Highlight. Zum Glück nimmt sich "Slaughter High" selbst nicht ernst, denn der Zuschauer wird mit allerlei teenieskem Schabernack bei Laune gehalten. Das ist nur stellenweise witzig, genau so, wie die Darsteller nur stellenweise gefallen. Im Grunde reicht das Setting für den anspruchslosen Slasherfan, der neben Späßchen mit soliden Killings belohnt wird. Das, was man davon sieht, ist für einen Billigheimer teils gut umgesetzt, viel ist das allerdings nicht. Freunde von logisch durchdachten Storys mit Mitratefaktor können sich diesen Racheakt hingegen sparen. Außer der finalen Hatz bietet "Slaughter High" kaum Spannung oder Atmosphäre, lediglich beim Ende dreht die Crew um George Dugdale noch mal richtig auf und schockt ganz unvermittelt den geneigten Zuschauer. Das damit offensichtlich anvisierte Sequel wurde allerdings zu Recht nie gedreht. Eine bessere Feiertagsvergeltung drehte George Mihalka bereits fünf Jahre vorher mit "Blutiger Valentinstag".
Fazit: Böse Aprilscherze unter Teenies, ansonsten ist nicht viel gewesen. Kleiner, durchschnittlicher B-Slasher. 5/10 Punkten
P.S.: Diese Review bezieht sich auf die DMC-Veröffentlichung, die bei einer schicken Badewannenverätzungszene gekürzt sein soll (na klar haben die Damen noch mittendrin Zeit, sich nackig zu machen) und zudem ein mieses Bild sowie grottigen Ton bietet.