Review

Dieser europäische Western gehört mit seiner klischeehaften und langweiligen Story zu den schlechteren Filmen des Western-Genres:

Ein Wagentrack wird von Indianern überfallen. Alle Männer sterben, nur einige Frauen überleben das Massaker.
Sie beschließen den restlichen Weg alleine zu meistern. Doch ihr Unternehmen bleibt nicht unentdeckt und so werden sie von einigen Indianern verfolgt. Die Frauen haben einige Schwierigkeiten, doch irgendwie meistern sie alles. Währenddessen macht sich das Fort sorgen, da der Track nicht angekommen ist. So wird eine Suchtruppe los geschickt, doch diese werden von den Indianern umgebracht. Die Frauen planen, wie sie es doch schaffen können das Fort zu erreichen....

Mag sich die Story einigermaßen interessant anhören, so wurde das vorhandene Potenzial durch die schlechte Umsetzung zerstört. Dieser Film läuft gerade zu vor Klischees über. So sind die Indianer natürlich die Bösen, die Wilden, die ohne ersichtlichen Grund den Track überfallen und alle Männer umbringen und die Sachen rauben. Natürlich wollen die Indianer auch den tapferen Frauen an die Wäsche. Was aber genauso stört ist, dass der Film viel zu langatmig ist und es so dem Zuschauer nicht leicht gemacht wird, nicht einzuschlafen. So laufen sie einfach nur durch die Gegend und die Kamera hält drauf. Auch sind die Dialoge total dämlich und unpassend.
Zur Story passt auch, dass zufällig zwei Zirkusakrobatinnen dabei sind, die den Damen das Essen schießen und aus manch brenzliger Situation helfen. Die Damen scheinen sowieso Naturtalente zu sein, so schießen sie annähernd wie die Weltmeister. Und wenn man nun gedacht hat, dass Ende könnte den Film retten, Pustekuchen, dass Ende ist genauso schlecht wie der ganze Film. Auch ist die ganze Inszenierung mehr amateurhaft. Dies ist besonders gut am 1. Kampf zu erkennen, wo ganz ersichtlich ist, dass manche Indianer öfter sterben, da die Szenen einfach etwas später wieder rein geschnitten worden. Solche Sachen ziehen sich auch durch den ganzen Film.

Schauspieler? Gibt’s nicht! So stapfen die Protagonisten mehr ziellos durch die Gegend. Die meisten von ihnen haben sowieso nur einen Gesichtsausdruck. Das sie vor kurzem ihre Männer, Kinder etc. verloren haben merkt man ihnen beim besten Willen nicht an. Keine Spur von Emotionen und wenn welche gezeigt werden, sind diese so übertrieben künstlich, dass das keiner glaubt.

Die Musik dagegen ist ordentlich. Zwar bietet sie im Vergleich zu anderen Western nichts Neues, dafür passen die einzelnen Stücke gut zu den gezeigten Bildern und untermalen diese gut. Etwas nervig ist nur, dass einzelne Stücke sehr oft wiederholt werden, was mit nun nicht so gut gefallen hat.

Auf der Kameraseite kann ich nichts Negatives feststellen. Der Kameramann hat einen ordentlichen Job abgeliefert. Zwar gibt es keine spektakulären Fahrten oder Schwenks, doch dafür gibt’s öfters schöne Landschaftsaufnahmen oder auch mal eine Totale.

Alles in allem kann ich von diesem Film eigentlich den Meisten abraten. Nur hart gesottene Westernfans könnte dieser Film gefallen: Mir nicht. Dazu ist das gesamte Paket aus Story, Schauspieler etc. zu schlecht. Schade eigentlich, denn die Grundidee war nicht schlecht, nur fehlt es besonders an Spannung.

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