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Anna ist Schülerin auf der Little Haven Highschool und träumt von einer Reise nach Australien. Ihr Dad würde sie allerdings lieber auf der Uni sehen. Dazu kommen bei ihr und ihren Freunden die obligatorischen Probleme, die dieses Alter so mit sich bringt und als kurz vor Weihnachten dann noch eine Horde Zombies auftaucht, scheint das Chaos perfekt.

Und so singen, kloppen und tanzen sich die Jugendlichen durch diese Situationen und schlagen sich irgendwie durch. Die Songs, die bei einem Musical nun einmal nicht ganz unwichtig sind, bewegen sich dabei in einem übersichtlichen Pop/Rock-Rahmen. Leichte Melodien, gehen ins und Ohr und schnell wieder raus, eher zugeschnitten auf eine wenig anspruchsvolle Zielgruppe im Teenageralter. Diese findet sich auch in den Texten wieder, die von den Sehnsüchten handeln, von der Katastrophe oder auch mal davon, dass einem keiner gesagt hat, dass es sich mit der Liebe nicht wie in Produktionen aus Hollywood verhält. Worüber sich die jungen Leute nicht beschweren sollten, denn um das zu erfahren, müsste man einfach mal zuhören. Was bekanntlich in dem Alter kein Thema ist, weil man eh alles besser weiß. So sind die textlichen Begleitungen der Songs ebenfalls eher so mittelprächtig, wenig tiefgreifend und erfüllen das Klischee, dass einfach mal minutenlang etwas mit Singsang beschrieben wird, was sonst in drei Sätzen abgehandelt sein würde. Musical eben.
Was die Weihnachtsthematik angeht, so ist diese überwiegend Fassade. Stimmungstechnisch zielt das hier rein auf die Teenagermusical-Schiene ab, saisonales Flair versprüht der Streifen zu keiner Sekunde. Kann man also auch im Sommer konsumieren.

Was die Splatterei angeht, die man bei der Untotenthematik ja auch erwarten darf, gibt sich der von John McPhail inszenierte Genremix mitunter brauchbar, nutzt auch praktische Effekte und lässt er sich bis zum Ausbruch des Chaos‘ auch etwas Zeit, liefert er dann immer wieder mal ein paar nette Einlagen. Nicht allzu hart, aber im Rahmen des Szenarios eben okay. Wer allerdings hauptsächlich wegen diesem Bestandteil einschaltet, dürfte enttäuscht werden.
Das Ensemble, insbesondere die Kernbesetzung mit den vier befreundeten Leidensgenossen, macht seine Sache durchaus gut. Was Schulleiter Savage angeht, ist seine Zusatzschurkenrolle ziemlich aus dem Nichts gezogen und nimmt groteske Züge an. Zwar besingt er seine Motivation, dennoch wirkt seine Entwicklung konstruiert und selbstzweckhaft, damit man sowas eben hier auch noch unterbringen konnte.

„This ist not the story you‘ve been dreaming of“. Tatsache, da sind wir uns mal einig. Generation Textnachricht beschwert sich über das Fehlen von stimmlicher Kommunikation. Ja, das ist überspitzt und vermutlich auch nicht ganz korrekt interpretiert, aber McPhails Weihnachts-Zombie-Musical ist eben genau so wie seine vermeintliche Zielgruppe. Und dann überleben teilweise auch noch die Falschen.
Hat der Film auch seine witzigen und splatterigen Momente, so ist er unterm Strich zu wenig mitreißend, auch musikalisch, und zieht sich trotz seiner überschaubaren Laufzeit in die Länge. In einem Pressezitat hieß es mal „Shaun of the Dead meets La-La-Land“. Im Leben nicht.

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