"Eine gemeine Provokation." So nennt die "katholische Kirche" diesen Film. Verbieten lassen wollte sie ihn. Der Film, der hinter die Mauern der Magdahlen-Klöster von Irland schaut. Den Orten an denen "sündig" gewordene Frauen, wieder auf den rechten Weg gebracht werden. Warum ist das Provokant? Ganz einfach: Die Methoden die die barmherzigen Nonnen anwenden, gehen viel zu weit!
Peter Mullan hat einen Film geschaffen, der das Leben hinter den Mauern der Kloster, realistisch und mit voller Bitterkeit darstellt. Das Quälen und erniedrigen der "Gefangenen", durch die Schwestern, wird schonungslos dargestellt und zeigt uns die schwarzen Seiten des Glaubens. Unglaublich, wo die Kirche uns doch immer den Frieden und die Harmonie untereinander predigt! Das der Vatikan diesen Film (und wahrscheinlich auch seine Macher) für immer in die Hölle schicken möchte, kann man gut verstehen, denn es ist schon verflucht grausam (aber nie übertrieben), was uns gezeigt wird.
Die Darsteller machen ihre Sache allesamt sehr gut und stellen ihre Charaktere überzeugend dar. Drehbuch und Story sind löcherfrei und sowohl für heutige "normale" Anhänger der Kirche, als auch Ungläubigen, sehr glaubwürdig geschrieben. Die Musik ist ebenfalls passend!
Fazit: Grausam, provokativ und einfach nur Traurig! Die Geschichten hinter den Mauern der Magdahlen-Klöster (die übrigens erst im Jahre 1996 komplett geschlossen wurden) und die Schattenseiten des sonst ach so makellosen katholischen Glaubens, schonungslos, realitätsnah und überzeugend inszeniert.
Empfehlenswert! Wertung: 9/10