Review

Staffel 1

Faszination des Bösen

Was fasziniert Amerika (und die ganze Menschheit) an Serienmördern? 
Wie ist das FBI auf ihr modernes „Profiling“ gekommen? 
Seit wann gibt’s überhaupt den Begriff „Serienmörder“?
Was unterscheidet Mörder von uns „normalen Menschen“?
Wie ticken Kemper, Manson und Co.?
Kann David Fincher nochmal so gut wie in „Sieben“ und „Zodiac“?
Ist das das Beste, was die „True Crime“-Welle hervorgebracht hat?
Warum sieht das daheim besser aus als die meisten Kinofilme?
Ist man geboren schlecht oder wird man zum „Monster“?
Guckt die Dunkelheit wirklich zurück, falls man zu lange vor ihr steht?
Kann jeder von uns zum Killer werden? 
Ist das eine der besten Serie, die man auf Netflix finden kann? 
Wieviel Gegenwind bekommen neue, gewagte Methoden und Ideen? 
Kommen nur bei mir manchmal „Silence of the Lambs“-Vibes hoch? 
Ist das das intensivste Ermittlungsduo seit der ersten Staffel von „True Detective“? 
Was verbindet Mörder und Psychopathen? 
In welche Kategorien kann man sie aufteilen?
Wie können manche von ihnen derart intelligent und gebildet sein?
Liegt das Böse in unser aller Natur? 
Was löst einen Mord aus, was lässt einen „kippen“? 
Lassen sich Privatleben und solch ein Beruf trennen? 
Wurden die 70er im TV jemals besser hochgezogen? 
Warum fesselt die Serie so ungemein und das ohne klaren, einfachen, hauptsächlichen Plot? 
Haben wir nicht alle unsere Leichen im Keller? 
Was ist mit Fetischs? 
Was ist Vorliebe, ab wann wird’s seltsam oder gar gefährlich?
Ist es nicht erstaunlich, wieviel damals unbekannt war und komplett neu entwickelt wurde? 
Bedingen sich Zeiten, Gesellschaft, Politik, Mode und Morde? 
Wann geriet die Welt aus den Fugen? 
Und wird überhaupt alles wirklich immer schlimmer? 
Welche Rolle spielen Eltern, Erziehung und Sexualität?
Wie gut lässt sich Empathie vorspielen?
Kann man sich einer solchen Dunkelheit und Gefahr auf Dauer aussetzen ohne Schaden zu nehmen?
Ist Amerika öfters von solchen Fällen betroffen? 
Und wenn ja, warum? 
Ist der lässige, sehr feine Soundtrack kein tolles Gegengewicht zum düsteren Inhalt? 
Macht die enorme Realitätsnähe alles noch packender und gruseliger?
Sind unsere „Helden“ selbst ein gutes Stück geschädigt? 
Und wir alle somit auch? 
Was spielt der immer wieder kurz auftauchende „Knotenkiller“ für eine Rolle? 
Welche berühmten Serienkiller sehen wir in kommenden Staffeln? 
Wieviele Morde und Fälle wurden auf Grund der hier entstanden Methoden verhindert und gelöst?
Wann gab es das letzte Mal so scharfe Dialoge im Fernsehen? 
Ist die Wahrheit nicht angsteinflössender als jeder fantastische Horrorfilm? 
Sollten solche starken Frauenfiguren nicht schon Normalität sein?
Gibt’s die Katze oder nicht? 
Ist Holden noch beim FBI, noch in einer Beziehung, noch ganz dicht?
Kriegt Tench familiär die Kurve?
Welche Auflagen werden in der zweiten Staffel die Arbeit der Truppe erschweren? 
Ist es nicht Wahnsinn, dass momentan allein in Deutschland geschätzt rund 20 Serienmörder frei umherlaufen???
Zu was ist der Mensch eigentlich nicht fähig?
Dachte man damals wirklich nur in Gut und Böse, Schwarz und Weiß?
Lässt sich eine Seele, ein Charakter in Schablonen und Tabellen packen?
Werden hier Klischees geschickt aufgebrochen?
Haben wir Zuschauer das Mitdenken doch nicht verlernt?
Hat es sich je mehr gelohnt, sich auf ein ungewohnt zurückgelehntes Tempo einzulassen?
War eine Serie je intuitiver und untergründig unangenehmer?
Darf ein Rektor seine Schüler an den Füßen kitzeln?
Wo zieht man die Linie zwischen Eigenart und Straftat?
Wie ist die innere Logik eines „Monsters“?
Und sind das überhaupt „Monster“?
Sind war womöglich alle, in unseren Veranlagungen, „Monster“?
 
Fazit: eine der intelligentesten und interessantesten Serien, die man auf Netflix finden kann. Und ehrlich gesagt auch eine der besten! Ein sogartiger, unfassbarer Einblick in die Entwicklung des Profiling, in die Psyche von Serienmördern und in die Abgründe der Menschlichkeit, von uns allen. Da wird jeder zum Hobbypsychologen! Tip top erste Staffel! (9/10)

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