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Scooby Buh


Ein Gruppe von Freunden fährt in ein abgelegenes Waldgebiet bzw. Naturreservat (?) und will eine verschwundene Freundin/Schwester suchen. Blöd nur, dass die Gegend von seltsamen Monstern, Erscheinungen und „Toren zu anderen Welten“ durchzogen ist, die das Finden der Vermissten alles andere als easy werden lassen... Hört sich das geil an. „The Axiom“ klingt wirklich cool, wie eine Mischung aus „Cabal“, „Blair Witch“ und „Digging Up The Marrow“. Aber Papier ist nunmal geduldig und verführerisch, sodass die Wahrheit da nicht ganz mithalten kann. Um ehrlich zu sein, überhaupt nicht... 

„The Axiom“ hat ein paar schöne Ideen, ist nicht unblutig und durchaus ambitioniert, fast episch angelegt. Herausgekommen ist dennoch nur 08/15-Horror, den man absolut nicht sehen muss. Es gibt schlechte und es gibt gute Tipps - das hier ist ein schlechter. Leider. Selbst für Horror-Allesgucker. Aus die fetten Aspekten der Prämisse wird erst viel zu spät eingegangen, dann auch nur spärlich, zögerlich, zahm, nicht ausgedacht. Die Schauspieler sind unterdurchschnittlich, ihre Figuren noch schlimmer, im besten Fall Klischeeschablonen. Und die Monster sehen lange Zeit ganz, ganz übel aus, wie eine Mischung aus Voldemort und einem misslungenen Schminkkurs. Das jagt null Angst ein, besonders atmosphärisch Gefilmtes sucht man vergebens und das Ende ist billig, verursacht gleichzeitig Kopfschütteln sowie Erleichterung. Letzteres nur, weil es endlich vorbei ist. Nach fast 100 super zähen, langweiligen Minuten. Das Setting und der Unterbau hätten soo viel mehr verdient gehabt... 

Fazit: da gibt es weit und breit etliche bessere, ähnliche Alternativen. „The Axiom“ wäre gerne ein „The Endless“, „The Ritual“ oder gar ein „Cabin in the Woods“, ist im Endeffekt aber nur ein billiger, sich übernehmender Blender. Gute (zum Teil auch recht saftige) Ansätze, meist schlechte Umsetzung. Ohne Spannung oder Connection, ohne Sinn und Verstand, ohne Können und Kreativität. Schwach gespielt und mit lächerlichen Monstern, die eher an Harry Potter als an Alpträume erinnern. Nicht schmerzhaft, aber nahe dran. Öde, spröde, müde. 

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