Review

Was für ein selten dämlicher deutscher Titel für diesen geilen Film!

Takuma Tsurugi erledigt für die Mafia die Drecksarbeit. Als man ihn um sein Geld prellen will, stellt sich Tsurugi gegen seine Auftraggeber und startet zum unerbittlichen Gegenangriff ...

Sonny Chiba, Japans Antwort auf Bruce Lee, hatte wohl nie wieder eine solch kultige Rolle während seiner langen Filmlaufbahn. Zuletzt erlebte man den Mimen in einer Nebenrolle in "Kill Bill". Tarantino, selbst ein großer Fan der "Street Fighter"-Filme, hat sich für sein filmisches Schaffen auch einiges abgeguckt von diesem kleinen Meisterwerk!

Sicherlich ist die Actionchoreografie dieses Karate-Spektakels nicht so ausgefeilt wie die eines Yuen Wo-Ping oder Cory Yuen, doch das gestaltet die Fights nur umso realistischer. Hinzu kommen die äußerst brutalen und blutigen Szenen, die einem lange in Erinnerung bleiben, zumal Tsurugi fast ausschließlich mit den bloßen Händen tötet. Da wird ein Schädel zertrümmert, Zähne werden eingeschlagen und Geschlechtsteile werden aus dem Körper gerissen. Kein Wunder, dass "The Street Fighter" bei uns nur stark gekürzt erschien und sogar in den USA Probleme mit der Zensur bekam.
Ein besonderes Highlight in Sachen Action stellt das atmosphärisch kaum zu überbietende Finale auf dem Tanker dar, in dessen Verlauf der Gewaltpegel noch einmal förmlich explodiert.

Von der Story braucht man nichts Außergewöhnliches zu erwarten. Sie wirkt comichaft, führt lediglich von einem Kampf zum nächsten und liefert die Plattform für skurrile Gestalten, die sich Tsurugi bei dessen Rachefeldzug in den Weg stellen.

Fazit:
"The Street Fighter" gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ganz sicher zu den besten Martial-Arts-Filmen aller Zeiten!

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