Review

Dem Vorgänger das Wasser zu reichen war schon sehr schwer, geschafft hat es der Nachfolger leider nicht. Aber auch nur knapp. Visuell und vom künstlerischen Ansatz her, war das schon sehr gut - auch wenn es schwer ist an einen Villeneuve heranzukommen, Sollima hat in Italien mit "Suburra" und "Gomorrah" auch großes inszenatorisches Talent bewiesen. Und in manchen Szenen stockt einem schon der Atem.
Problem des Films ist das Drehbuch: Da wird ein Drogenkrieg angezettelt, der dann aber doch nicht stattfindet. Stattdessen begeben wir uns mit dem Sicario und einem Kind auf einen Trip mit Menschenschmugglern durch die Wüste. Inhaltlich mag das anspruchsvoll sein, der Actionfreund wird da schon etwas enttäuscht. Auch die ganze Handlung wird auf den Kopf gestellt - da hatte man wohl keinen Mut, die kritische Geschichte weiterzuführen. Kommt mir mit all den losen Enden aber alles eh nur vor wie eine Vorgeschichte auf einen großen und finalen dritten Teil - ob der wohl noch kommt?
Dennoch, trotz des verlorenen Vergleichs zu Teil 1 (auch eine starke weibliche Figur wie Emily Blunt zuvor fehlt) und des schwachen Drehbuchs ein recht starker, spannender und optisch oft atemberaubender harter Actionthriller.

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