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Inhalt:

General Tung Chi (Wong Lik aka Wang Li) will der "10 Tiger von Kwantung" habhaft werden, dies soll über die Schüler dieser Rebellen-Gruppe geschehen. Zusammen mit seinem Neffen, einem gerissenen Messerkämpfer, ermordet er einen dieser Schüler in einem Wirtshaus.

4 andere Schüler diskutieren darauf hin die Lage..., und in einer Rückblende wird die Vorgeschichte erzählt, dass nämlich Tung Chi der Bruder des von den Rebellen getöteten manchurischen Statthalters von Kwantung, Liang (Johnny Wang Lung Wei) ist:

Sai Chi Yung (Ku Feng), der einst eine Rebellion gegen die Manchus anzettelte, aber damit scheiterte, findet Zuflucht beim Pfandleiher und heimlichen Aufrührer Li Chen (Ti Lung) und dessen unbeherrschten Bruder Tan Ming (Alexander Fu Sheng), der sich selbst immer beweisen muss, der beste aller KungFu-Kämpfer zu sein.
In der Nachbarschaft versucht Chow San (Chiang Nan) eine KungFu-Schule zu eröffnen, die konspirativ mit den Manchus, deren Führer in Kwantung Liang (Johnny Wang Lung Wei) ist, kollaborieren soll.

Es gelingt Chow San einige starke Kämpfer zu rekrutieren, so etwa den Bettler Zan Tung (Kuo Chui aka Philip Kwok) und "Eisenfinger"-Chen (Lo Mang).

Zwar kann auch Li Chen Verbündete gewinnen, wie die gewieften Kämpfer Wang Yi (Sun Chien) und Su Hu (Lu Feng), doch ist das Versteck von Sai Chi Yung von Li Chen als nicht sicher genug angesehen.

Bei der Prostituierten Hsiao Lin (Lau Wai Ling) in einem Bordell soll der einstige Rebellenführer  zunächst ein paar Tage Obdach finden. Doch unter den Bordell-Gästen befindet sich ausgerechnet Chow San, und es kommt zum Verrat. Chow informiert Liang und dessen Truppen.

Zan Tung und Chen werden noch dahingehend angeheizt, Sai in ihre Gewalt zu bringen, in dem Chu ihnen erzählt, dieser sei ein Brandstifter. Es gelingt jedoch Li Chen, dieses Missverständnis aufzulösen.

Gemeinsam stellen sich nun die Helden Liang und seinen Schergen entgegen.....

Fazit:

Tja, das war leider alles ziemlich wenig.

Nun muss ich gestehen, dass ich aufgrund der sehr starken Besetzung dieses Streifens eine sehr hohe Erwartungshaltung hatte.

Mann..., Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Ku Feng, Wang Lung Wei, und die Venoms..., boah, das hätte doch unter der Regie von Genre-Routinier Chang Cheh ein Mega-Eastern werden müssen! Wurde es leider aber nicht.

Die Handlung dieses Streifens ist verwirrend..., es tauchen immer wieder neue Leute auf, und bei dieser ganzen Rückblendungs-Aktion stiftet Chang Cheh nur ein konfuses Wirrwarr von 2 eigentlich völlig eigenständigen Handlungen..., die eine sollte der Aufhänger für die andere sein, aber das ist zu oberflächlich inszeniert.
Zwischenzeitlich denkt man sogar, dass die Drehbücher vertauscht wurden.., heijeh!

Das ganze wirkt irgendwie zusammengeschustert, Eastern-Flickwerk aus Shaw´s Schnittwerkstatt..., Mensch Leute, das könnt ihr doch viel besser..., was zu beweisen war, etliche male, Herrgott noch mal!
Dabei wäre alles eigentlich leicht zu händeln gewesen..., wenn Chang Cheh aus weniger mehr gemacht hätte... und letztendlich hätte machen müssen!

Die Story, die in der Rückblende erzählt wird, hätte nämlich die einzige bleiben sollen, und wenn man das dann noch ein bissel ausgeschmückt hätte, das hätte viel besser gepasst!
Die Story um den Rebellenführer (Ku Feng), den Ti Lung und Alexander Fu Sheng mit ein paar der Venoms dann rausgehauen hätten..., mit kernigen Kämpfen, mehr Tiefe in den Characteren, schöne Frauen und noch ein Show-Down mit Drive, fertig.

Stattdessen stiftet die Präsenz-Story vorne wie hinten unpassende Wurmfortsätze, und zerstört dann irgendwie den Film, aus dem man hätte so viel mehr machen können...., sehr sehr schade, auch wenn der Show-Down des posthumen Präsenz-Teils schon sehenswert ist.

So sind es denn Ti Lung und Alexander Fu Sheng, die die Sache mit ihrer Superstar-Aura und ihrer Darstellung für den Shaw-Fanatiker noch ein bisschen rausreißen, und die durchaus harten, blutigen, wenn auch nicht hochklassigen KungFu-Fights mit abgerissenem Kopf und grober Messer-Action , die das ganze wohlwollend noch auf knapp mittleres Niveau hieven..., herrjeh.

Ti Lung agiert besonnen, Alexander Fu Sheng ernsthaft, so kann er gefallen. Johnny kämpft und spielt solide..., Chiang Nan werkelt als Manchu-Komplize so vor sich hin, und leider fallen Ku Feng in einer unausgegorenen Rolle und die blass bleibenden Venoms ziemlich ab.
Lau Wai Ling ist die einzige Frau mit Sprechrolle als einspuriges Freudenmädchen und der Puff dient als merkwürdig lahmer Laden gezeichnet  als Hintergrund-Kulisse.

Für wirklich eingefleischte Shaw-Fans ist dieser Streifen vielleicht noch als Star-Collage erwärmend..., vieles ist Stückwerk und schnell abgehakt..., und dafür sind 4/10 Punkte fast schon zu viel.

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