Da muss aber jemand sehr tief in der analen Phase stecken, denn anders ist das latente Spiel mit Fäkalien kaum zu erklären. Regisseur Dominic Brunt baut zumindest mehr Humor unter der Gürtellinie ein, als alle Friedberg/Seltzer - Komödien zusammen und auf dickbäuchige alte Männer hält er auch gerne drauf.
Als zwei bewaffnete Anzugträger bei der Familie von George aufkreuzen, wird der Rest der Sippe losgeschickt, um etwas aus einer ehemaligen Pflegeanstalt zu besorgen. Hier angekommen, stoßen die Teenager-Kids Tim und Kim auf einen ominösen Fetischclub, in dem sich Krankenschwestern um alte Herren in Windeln kümmern. Doch die Lüftung des anrüchigen Geheimnisses steht ihnen noch bevor…
Dass dem britischen Filmemacher nicht allzu viel Budget zur Verfügung stand, ist bereits den ersten leicht körnigen Bildern anzusehen und auch die lieblose Ausstattung lässt eher auf einen unüberlegten Schnellschuss deuten. Nachdem drei parallel angelegte Handlungsstränge zunächst für einigermaßen Tempo sorgen, verliert der Stoff spätestens beim Zusammenführen selbiger den roten Faden. Bis dahin kann sich weder ein Sympathieträger noch eine klare Richtung der Erzählung herauskristallisieren.
Auffallend sind lediglich einige merkwürdige Vorlieben, wie die halbnackten Männer, die sich wie Babys von jeweils einer Krankenschwester versorgen lassen, während die Oberschwestern an Exploitationfilme der Siebziger erinnern und entsprechend dem Overacting frönen. Was indes lustig gemeint ist, verkommt zu einer infantilen Farce zwischen dreckigen Windeln, onanierenden Aufpassern, Latexschweinenasen und redundanten Einzelmomenten ohne Pointe.
Überhaupt nimmt das Treiben nie so recht an Fahrt auf, obgleich einige handgemachte Splattereinlagen positiv überraschen. Hier wird munter mit der Kreissäge hantiert, es werden Körper geteilt und durchbohrt, Gekröse wird verteilt, Augen durchstochen und ein Hals durchspießt. Dass bei einer der finalen Szenen ein Abführgas eine bedeutende Rolle spielt, spricht wiederum Bände, wobei eine kurze Knetgummisequenz immerhin unerwartet aufdreht.
Der völlig absurde Ausgang rundet die Angelegenheit auch nicht wirklich ab.
Die schwachen Mimen, die mangelnden Figurenzeichnungen, ausbleibender Humor und fehlender Drive stehen einigen grotesken Ideen gegenüber, die jedoch nie eine Einheit bilden. Zuviel Ekel, zu wenig Situationskomik und ein unausgegorenes Drehbuch sorgen trotz der kurzen Laufzeit von 84 Minuten nicht gerade für eine angenehme Berieselung.
3,5 von 10