Review

boh ... war ich enttäuscht. Ich hatte eine hohe Erwartungshaltung als ich den Trailer gesehen habe, und von Trailern bilde ich mir normalerweise keine Meinung. Naivität muss halt bestraft werden. Aber da lief der Film nun vor meinen Augen in der Sneak Preview. Schön dachte ich mir nach den ersten 15 Minuten und war gespannt, was mich da noch erwartet. Dann war der Film zu Ende... jedoch war kurz nicht das erste was mir anschließend durch den Kopf ging. Nach den ersten 20 Minuten folgte nämlich das übliche einer nach-dem-anderen Niedergemetzel, dicht gefolgt von dem nach-30-Minuten-den-Mörder-kennen (Angaben ohne Gewähr ;-). Aber in etwa könnte man es so beschreiben, dem Gewohnheitskinogänger offenbart sich wirklich alles viel zu schnell. Der Film beinhaltet zudem Nerv-Details en masse, die in einen Billig-Schocker gehören (Wrong Turn z.B. ...) aber nicht in einen "intelligenten" Psycho-Thriller. Intelligent ist eigentlich das Stichwort, da dieser Film kaum hinters Licht zu führen vermag. Die Story ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Der übliche Psycho-Killer mit gespaltener Persönlichkeit macht hier geradezu eine wahre Odyssee durch. Man musste ja auch alles ungemein abstrus und geheimnisvoll aussehen lassen, nicht? Falsch ! Das ganze Konzept verliert irgendwann total den Faden und findet auch nicht mehr zurück, deshalb braucht man sich keine große mühe geben das Ende zu verstehen. Denn es ergibt keinen Sinn, und wenn doch ist es so was von an den Haaren herbeigezogen, dass ich Lust und Laune hätte dem Schreiber mit dem Drehbuch zu verdreschen und zur Strafe 100 mal das Drehbuch von "Sieben" oder "Das Schweigen der Lämmer" abschreiben zu lassen. Ich will natürlich nicht spoilern, deshalb muss man sich wohl auf meine Meinung verlassen oder auch nicht, aber eins soll gesagt sein: Lasst euch nicht von diesem 08/15 Murks hinters Licht führen! Mainstream hat scheinbar eine neue Sparte gefunden: Psycho-Thriller. Hannibal Lecter-Anhänger wie ich müssten sich die Haare raufen wenn der Schund Fuß fasst und weitere Zöglinge solcher Art auf uns losgelassen werden. Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass das Beste am Film die kurze Laufzeit ist und der Eintritt nur die Hälfte gekostet hat, obwohl er nicht mal davon die Hälfte wert ist.

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