Einen Beatnik-Roman zu verfilmen ist - wie man anhand der kürzlich erschienen Werke über Ginsberg und Kerouac merken konnte - bei Gott nicht einfach.
Was aber Meister David Cronenberg schon 1991 mit "Naked Lunch" von William S. Burroughs ablieferte, ist einfach faszinierend.
Kammerspielartig inszeniert verfolgen wir die halluzinatorische, hermetisch abgeriegelte Welt eines drogenabhängigen Schriftstellers.
Natürlich handelt es sich hierbei um die Lebensgeschichte von Burroughs selbst und um die bizarre Entstehung seines Klassikers "Naked Lunch".
Wer also auf eine "originalgetreue" Umsetzung des Buches (welche wegen des hohen Irrsinns sowieso nicht möglich wäre) hofft, wird enttäuscht.
Der echte Burroughs-Fan aber (der zwischen den Zeilen lesen kann) wird diesen Film für alle Zeiten lieben ... Burroughs und Cronenberg vereint - was will der literarische Filmliebhaber noch mehr.