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iHaveCNit (on Netflix): Bright (2017)

Gerade eben war es mal Zeit für einen kurzen Ausflug auf Netflix. „Bright“ stand nun an, der neue Film von David Ayer, Regisseur von unter anderem „Sabotage“, „Fury“ und „Suicide Squad“, indem er auch wieder mit Will Smith zusammenarbeitet. In weiteren Rollen unter anderem Joel Edgerton und Noomi Rapace. Der Film bietet ein interessantes Konzept, dass in seiner Umsetzung nicht ganz ohne Schwächen bleibt.

Daryl Ward ist Cop in Los Angeles. Nicht dem Los Angeles was wir vielleicht kennen, denn dieses LA ist Teil einer Parallelwelt, in der seit einem Ereignis von vor 2000 Jahren Menschen, Orks, Elfen und andere Fantasywesen miteinander koexistieren. Für alle Cops außer Daryl ist es ein Dorn im Auge, dass Nick Jacoby als erster und einziger Ork beim LAPD arbeitet und Daryls Partner ist. Bei einem Einsatz treffen beide auf die Elfin Tikka und einen magischen Zauberstab, der Bestandteil einer wichtigen und bedrohlichen Prophezeiung ist und hinter dem auch die Elfin Leilah her ist. Eine nervenaufreibende Nacht beginnt für Daryl und Nick.

Das Konzept ist wie eingangs erwähnt richtig cool und interessant. Eine Symbiose aus Fantasy und der aktuellen Welt bietet unglaublich viel Potential für viele Geschichten. Klar gibt es hier und da im Film eingestreute Kommentare über wichtige vergangene Ereignisse und Prophezeiungen, diese werden aber etwas zu oberflächlich und nur als Stichwortgeber genutzt. Da bleibt etwas Potential bei hängen. Auch die gesellschaftliche Ausarbeitung des Konzepts im Film wird in meinen Augen etwas zu oberflächlich behandelt. So reibt der Film einem eine gewisse Rassenfeindlichkeit der einzelnen Parteien (Menschen, Orks, Elfen) untereinander zu stark unter die Nase. Der Film lebt aber von seinem Buddy-Cop-Thriller-Aspekt und einer coolen Chemie zwischen Will Smith und Joel Edgerton, der mir hier als Ork am Besten gefallen hat und die markigen Sprüche untereinander sind recht witzig. Action und Effekte sind hier relativ typisch für das Genre, die Optik einer dreckigen und neonlastigen Nacht in LA habe ich so schon häufig besser gesehen. Auch ist leider der Film auf der Antagonistenseite mit der von Noomi Rapace gespielten Leilah etwas zu oberflächlich und blass geworden. Trotz aller Oberflächlichkeit und liegen gelassenem Potential hatte ich meinen Spaß mit „Bright“, der wohl für jeden was ist, der sich an einem Abend nicht zwischen Buddy-Cop-Thriller oder Fantasy-Action entscheiden kann.

„Bright“ - My First Look – 7/10 Punkte.

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