Whodunit… Ich gratulier' dir!
Ein Gruppe unleidiger Teenager fährt in eine Waldhütte, spielt das titelgebende Gesellschaftsspiel a la „Werwolf“ - und wird dann ganz real dezimiert und muss den wahrhaftigen Killer ausfindig machen…
„Dead Body“ wäre wohl gerne ein wenig wie „Knives Out“ und dessen Nachfahren, nur horroraffiner und indie. Aber die Wahrheit geht leider gehörig schief. Es fehlen jegliche Identifikationsfiguren. Viele der jungen Leute nerven sogar gänzlich. Die Erzählweise wird dümmlich verschachtelt, verkleidet und aufgeblasen, weit über dem eigentlichen Niveau von Können, Kraft und Kreativität. Und die Kills lassen leider zudem massiv zu wünschen übrig. Audiovisuell fällt dem Ding nur Standardware ein, wenn überhaupt. Ich hatte schnell gar keinen Bock mehr, dem Geheimnis bzw. dem Mörder auf die Spur zu kommen. Nahezu alles an „Dead Body“ hätte mindestens eine Überarbeitung, eventuell bzw. im besten Fall sogar eine Generalüberholung nötig. Vom Drehbuch besonders dringlich angefangen bis zur Besetzung der Jungs und Mädels, von denen keiner auch nur halbwegs Akzente setzen und Verwirrung stiften kann. Sogar den generischen Titel müsste man unbedingt austauschen. „Dead Body“ schreit aus fast jeder Pore „Wannabe!“. Und er hält sich bei seiner kümmerlichen Nummernrevue auch noch für viel cleverer und kreativer als er ist. Nein, das war gar nichts!
Fazit: ganze schwache und vor allem redundante Gen Z-Mischpoke aus „Clue“ und Slasher… Eine Zerreißprobe für die Nerven!