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Im "Tempel" trifft US-Profiwrestling auf farbenfrohes mexikanische Lucha Libre. Ringaction der Spitzenklasse. Die kleine feine Liga hat meine Wrestlingleidenschaft wieder entfacht, nachdem die mit dem Jahre lang aufgetischten, lustlosen Einheitsbrei des Markführers WWE fast erloschen war. Wrestling beinhaltete schon immer Show- und Seifenoper-Elemente gerade auch jenseits des Rings, doch die von Robert Rodriguez produzierte Sendung geht deutlich weiter als jede Catch-Company zuvor und lässt zw. den Matches richtige kleine Filmchen laufen, mit denen die Feindschaften der Luchadores erklärt und fortgesetzt werden. Sogar Gaststars wie Lorenzo Lamas treten darin auf! Mir gefällt, wie in sich logisch hier Fehden ablaufen. Die Reihenfolge der Titelträger macht auch absolut Sinn. Einziger Kritikpunkt: Ab und zu verlaufen sich Gestalten wie ein Ezekiel Jackson alias Big Ryck dort hin, ohne den exzellenten Kader wirklich zu bereichern.