Der Schriftsteller Ben Mears kehrt nach vielen Jahren in seine Heimatstadt Salem’s Lot, kurz The Lot genannt, zurück. Er will dort sein neues Buch schreiben, welches über das unheimliche Marsten-Haus erzählt, in welchem Ben als Junge eine schreckliche Erfahrung gemacht hat. Schnell findet er in Susan seine große Liebe, doch auch Unheil macht sich breit, als immer mehr Menschen verschwinden oder mysteriös versterben. Ben ist klar, dass es was mit dem Marsten-Haus und seinem neuen Besitzer, einem gewissen Straker, zu tun haben muss.
Interessante Kombination, Tobe Hooper inszeniert Stephen King, allerdings leider nur in einer Fernsehproduktion, deren Budget doch eher überschaubar ist. Das hier etwas faul ist im Staate Maine darf der Schriftsteller und Rückkehrer Ben Mears erfahren, dem zwar zunächst niemand glauben schenkt, das im Marsten Anwesen das Böse wohnt, aber er damit natürlich 100 prozentig richtig liegt. Nicht nur das der distinguierte neue Besitzer Straker ein reichlich undurchsichtiger Zeitgenosse ist, sondern auch seinen Kollegen Mr. Barlow hat noch niemand zu Gesicht bekommen, was hauptsächlich daran liegt das dieser ein Vampir ist, im Gemüsekeller in seinem Sarg liegt und auch denselben Make-up Spezialisten wie einst Max Schreck hatte.
Durch das Konzept des Fernsehfilms darf man natürlich keine blutige Horrororgie erwarten. Hooper versucht das Ganze lieber atmosphärisch anzugehen. Auch wenn sogar Kinder dran glauben müssen, gibt's es doch nur bedingte Bißspuren. Meist enden die Halsschlagaderperforierungen im Off, da ist die 16er Freigabe fast schon zu hoch. Auch das Tempo ist eher von der beschaulichen Sorte. Uncut dauert Brennen muß Salem sogar etwa drei Stunden, aber selbst die DVD mit ca 100 Minuten Laufzeit hat so ihre Längen zu verzeichnen. Die Vampirgeschichte wird zwar routiniert durchgezogen, aber das Blut gefriert nun nicht so wirklich in den Adern. Lustig ist allerdings, das hier nicht die Eckzähne zum Beißen verwendet werden, sondern die beiden oberen, seltsam verformten Schneidezähne gebraucht werden, auch mal was Neues, ebenso natürlich wie das Kreuz aus Zungenspachteln.
Insgesamt bietet Hoopers Vampirausflug solide Fernsehunterhaltung, mehr aber auch nicht. Wirklichen Horror konnte und durfte man nicht wirklich verbreiten und so ziehen sich manche der 100 Minuten doch ganz schön in die Länge, der Showdown ist auch eher von der unspektakulären Sorte, da gibt es definitiv besseres aus dem hause der Blutsauger.
6/10