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Handlungsort Maine? Check! Die Hauptfigur ist Schriftsteller? Check! Der Mikrokosmos eines Kleinstädtchens wird uns vorgestellt? Check! In vielerlei Hinsicht ist diese erst 2. Stephen Kind Verfilmung ever ein früher Vorbote der späteren Miniserien, also der auf 2 mal 90 Minuten verteilten King-TV-Umsetzungen, wie sie in den 90ern kommen sollten. Tobe Hooper, den ich für einen soliden Filmhandwerker aber keineswegs für einen Horrormeisterregisseur halte, hat die in die Gegenwart verlegte Gothic-Horrorgeschichte etwas langatmig inszeniert. In der Dreistundenversion geschieht erst nach einer vollen Stunde etwas Nennenswertes. Der bleiche Orlock-Verschnitt Barlow und die nachts draußen vor den Fenstern schwebenden Vampirkinder sind zugegebenermaßen schön spooky. Ansonsten lebt der Film gerade in den USA von der Nostalgie derer, die damals seine Uraufführung im TV sahen.