Die Promoterin
Die Sekretärin Jackie Kallen (Meg Ryan) will es den Männer, insbesondere ihrem Chef, zeigen und beweisen das sie in der Lage ist einen Boxer zu managen. Kurzerhand schmeißt sie ihren Job und geht einen Deal mit dem Top Box-Promoter La Rocca ein. Dabei entdeckt sie einen farbigen Boxer, Luther (Omar Epps) sein Name, der sich nach ihrer Ansicht bestens eignet. Mit Hilfe des Ex-Trainers Felix Reynolds (Charles S. Dutton, gleichzeitig auch der Regisseur des Films) will sie den jungen Boxer aufbauen und für Profikämpfe qualifizieren. Schnell tritt der Erfolg ein und mit ihm kommen Ruhm, Geld und Macht, dass sich dies nicht immer mit Freundschaft vereinen lässt wird Kallen Schluss-, und Letztendlich spüren.
Ziemlich klischeehafte Geschichte vom Amerikanischen Traum, in diesem Fall ein aufstrebender Boxer, dessen Ausgang schon nach 2 Minuten klar ist und weswegen oft nur Langeweile aufkommt. Man will dieses Empfinden auch gar nicht mal nur auf die darstellerischen Leistungen reduzieren, doch das hier gesehene wurde schon unzählige Male verfilmt und wird nun mal an seinen Perlen des Genres gemessen. In diesem Fall stand ganz klar „Rocky“ und „Jerry Maguire“ Pate. Unter diesen Flaggschiffen muss „Against the Ropes“, so der originale Titel, definitiv Kritik einstecken. Zu farblos bleiben die Charaktere, zu geradlinig entwickelt sich die Geschichte und weder der Aspekt Drama überzeugt vollends noch die eingestreute Romantik. Meg Ryan ist wie immer ne niedliche Maus und das ist wohl auch der Grund dafür dass man ihr die harte Promoterin nicht abnehmen will. Die Boxkämpfe sind solide inszeniert und bleiben stets realistisch. Fertig und aus.
Dafür das die Figur um Jackie Kallen authentischer Herkunft entstammt hätten die Macher eindeutig mehr Wert auf ihren Part legen und von den vielen Hollywood-Herzschmerz-Klischees Abstand nehmen sollen.
Wohl eher vergeigter Jerry Maguire-Verschnitt.