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Easternabenteuer, dass von seiner Geschichte und Machart her mehr an ähnlich gelagerte Spektakel wie STOSSTRUPP GOLD oder auch DAS DRECKIGE DUTZEND erinnert als die üblichen Chang Cheh Gemetzel ala AUFSTAND DER SHAOLIN oder DIE BLUTSBRÜDER DES GELBEN DRACHEN, diese auch bis zum Schluss weithin ausspart und erst dann umso heftiger mit einem nächtlichen Massenkampf in die Kerbe schlägt, dessen Massaker erst im Morgenrauen endet und nicht allzu viel Lebende zurücklässt.
Die Gechichte geht um die zwei Tunichtgute Meng Kang [ David Chiang ] und Tieh Hu [ Ti Lung ] , die von einem Rebellenführer [ Ku Feng ] überredet werden, 3000 Gewehre und 280000 Stück Munition zu klauen, und zwar direkt aus dem Waffenlager der Armee.
Wie das geschieht ist dann zwar nicht ganz so trickreich wie bei westlichen Filmen, da fehlt es an einem Clou oder einem dicken Täuschungsmanöver [ DIE FÜNF GEFÜRCHTETEN ist das nicht ], sobald man die Waffen aber auf dem extra angeheuerten Zug hat, fällt der Diebstahl aber auch schon auf und die Hatz geht los ,wobei die halbe Armee hinterher jagt, und in der nächsten Stadt bereits die andere Hälfte wartet.
Während die ersten 40min dann auch eher beschwingt passieren - die Aufgabe stellt sich anfangs leicht dar, man schnappt sich einen Kommandanten und marschiert praktisch direkt in die Höhle des Löwen - kommt es dann auch schnell zu einigen Schwierigkeiten und den ersten Toten. Zwar sind Meng und Tieh von Anfang an nicht ganz koscher, aber durchaus sehr sympathische Burschen, deswegen staunt man dann auch nicht schlecht, wenn z.b. schon Bewusstlose eher grundlos von hinten erschossen werden. Bei dem Angriff auf dem Zug türmen sich bereits einige Leichenberge, allerdings passieren dabei euch einige technische Pannen; spätestens wenn der Zug crasht, wird statt in die Tricktechnik zur Spielzeugkiste gegriffen, auch sind dann einige Aussenaufnahmen sichtlich im Studio gedreht worden, dass trübt das Vergnügen aber nur wenig.
Was mehr stört sind die offensichtlichen Logikfreiheiten, die die Regie während des stetig fortschreitenden Tempos einem aufbrummt, zugunsten der Rasanz werden einige ziemliche Platüden in Kauf genommen, auch verhalten sich beide Seiten zwischendurch teilweise recht dumm. Dazu kommt ein unnützer Frauenpart durch Ching Li, Chang Cheh weiss mit weiblichen Darstellern genauso viel anzufangen wie sein Lehrling John Woo. Letztlich ist das aber ziemlich egal, der Showdown greift nicht nur quantitativ in die Vollen, die ausgefeilte Actionregie von Lau Kar Leung und Tong Daai sorgt für zum Bersten überfüllte und trotzdem bewegliche Kämpfe, wobei allerdings der eher freundschaftliche Einzelkampf zwischen Ti Lung und David Chiang als anfänglicher Standout am meisten in Erinnerung bleibt.
Auch ist der Produktionsstandard ziemlich hoch, da wird weder an zeitgenössischen Gewehren,Uniformen, Autos oder gar einem Zug gespart, und auch in Kleinstrollen tummeln sich bekannte Gesichter.

Weitgehend empfohlen, hätte aber einen Tick besser sein können..

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