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Wenn man die eigentliche Biografie von Zirkusdirektor P.T. Barnum durchliest, ist die sicher nicht so zauberhaft, wie die hier gezeigte Version. Im wahren Leben bereicherte sich der Mann an der Ausbeutung der "Freaks" zu seinem Gunsten und etablierte das strittige Thema von Tieren im Zirkus(die in diesem Film jedoch komplett animiert sind).

Mit dem Wissen aber, dass die hier erzählte Version eine Art Märchen ist, kann man den Film gebührend genießen. Denn eigentlich bekommt man hier eine sehr schöne Geschichte erzählt. Das diese im Anfang des 19. Jahrhunderts von Popsongs unterlegt wird, unterstreicht die Ignoranz der Realität.

Natürlich ist der Grundkanon des Films immer greifbar und die Aussage stets klar. So wird Burnam als armer Mann groß und lernt in frühen Jahren, was es heißt kämpfen zu müssen. Seine Frau Charity ist das genaue Gegenteil von ihm, ist sie doch im Reichtum aufgewachsen.

Sie ist es jedoch, die ihren Mann immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holt, denn ihr liegt nichts am materiellen Wohlstand. Somit verbindet sie das Streben nach dem familiären Glück. Der Film bietet eine Vielzahl an Songs, die allesamt Hits sind und auch lyrisch gesehen stimmt hier alles bis ins letzte Detail. Auch die visuelle Umsetzung ist perfekt.

Natürlich verfällt Burnam nachdem er mit seinem Konzept viel erreicht hat auch dem Reichtum und den ihm somit gegebenen Möglichkeiten, womit er gleichzeitig auch vergisst, was das eigentlich wichtigste im Leben ist. Dieser menschliche Aspekt ist ebenfalls gut umgesetzt.

Auch die Inszenierung um die "Freaks" ist nett geraten, wobei hier die Hintergrundstory auch hätte ausgebaut werden könnte. Was bleibt ist ein Hitgewaltiger Stimmungsfilm, der natürlich mit dem gehobenen Zeigefinger zur Recht mehr Toleranz fordert.

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