Die große Sauge
In der dritten und letzten Staffel „Future Man“ starten unsere drei Freunde, Helden, Kumpanen in einer Art futuristischem Running Man und enden darin, in dem sie nicht nur die Welt, sondern alle Zeitstrahlen retten/rückgängig machen. Auf dem Weg dorthin lernen sie viel über sich selbst, treffen etliche berühmte Persönlichkeiten und eine schräge, nette Version Osama Bin Laden spielt auch eine Rolle. Würdiges Finnish oder weiterhin nie mehr an die famose erste Staffel angeschlossen?
RETTER
+ die Chemie unter den heldenhaften Drei stimmt noch
+ die vielen Gast-Promis von Marilyn bis Bruce Lee sind eine gute Idee
+ Abe Linc ist der Coolste!
+ Seth Rogen mischt endlich selbst mit
+ der Diecathlon ist grundsätzlich eine geile Idee
+ es werden Gags und Themen und Insider beider vorhergegangener Jahre aufgegriffen
+ Outro bzw. letzten Minuten sind ein Highlight
+ wirft die Figuren etwas aus ihren Komfortzonen
+ dreht kurz vor Ende die eingefahrenen Rollenverteilungen im Team
+ durchaus emotionale Momente, die einer finalen Staffel würdig sind
+ immer noch sehr witzig, sehr speziell in seinen besten Momenten
+ nerdiger Style und Humor
+ Wolf ist noch immer der Geilste
+ kurze, knackige Folgen und Episodenanzahl
+ deutliche Steigerung zur zweiten Staffel
+ nicht zu hektisch, nicht zu überdreht
+ auch mal ruhigere Momente
+ immer noch freizügig und saftig
+ Sequenz in Russland genial
HAUSMEISTER
— wirkt (gerade gegen Ende) etwas gehetzt; ohne Absetzung wäre sicher ein besserer Abschluss möglich gewesen
— man sieht zu wenig vom Diecathlon
— keine 80er mehr :(
— die Höhen des Premierenjahres werden nie mehr wirklich erreicht
— Y2K wird zu wenig genutzt
— enttäuschende Auflösung/Rettung
— kein brauchbarer Bösewicht
— man wird das Gefühl nicht los, dass noch mehr drin gewesen wäre
— gefühlt recht wenig solide Action
Fazit: vielleicht kein Knall, mit dem „Future Man“ (leider) geht, aber immerhin ein witziges, launiges Zischen. Und eine klare Steigerung zur mageren, überdrehten zweiten Staffel. Das dritte und letzte Jahr ist ein angenehmer Abschied. Der ganzen Serie hätte man aber in vielfacher Hinsicht mehr gegönnt. Mehr Budget, mehr Staffeln, mehr Fans, mehr durchgehende Qualität. (7/10)